Tipps vom Profi

Was Sie über Angst bei Katzen wissen sollten

Was tun, wenn Ihre Katze ängstlich oder schreckhaft ist? Ihr Stubentiger traut sich keinen Meter an Sie ran? Oder läuft beim kleinsten Geräusch hinter das Sofa oder bewegt sich nur noch in einem Zimmer? Das hat einen Hintergrund - Katzenexpertin Petra Ott hat hilfreiche Tipps.

„Dieses Problem könnte mehrerer Ursachen haben. Das wichtigste dabei ist aber, dass sie wissen sollten, diese Katze hat furchtbar hohen Stress. Sie reagiert auf ihr Umfeld, die Menschen oder/und Tiere oder auf die Umgebung, zum Beispiel Gegenstände“, so Ott.

Angst richtig erkennen
Die Anzeichen für Angst erkennt man an der Körperhaltung der Katze und an den großen Pupillen, die sich nicht abwechselnd mit dem Lichteinfall zusammen oder auseinander ziehen oder wenn die Katze gerade auf der Jagd ist! Sie geht in geduckter Haltung durch ihr Revier, sie zuckt bei fast jedem Geräusch zusammen, sie kann leider nicht zu Ihnen kommen, obwohl Sie schon alles und mit größter Mühe unternommen haben. „Medizinische Gründe sollten vom Tierarzt ausgeschlossen werden“, so Ott!

  • Angst vor einzelnen Familienmitgliedern: Wenn Katzen Angst vor einem bestimmten Familienmitglied haben, wurden sie meist von dieser Person bestraft oder möglicherweise gegen ihren Willen festgehalten. Leider werden die Tiere dann oft gestreichelt, während sie auch noch festgehalten werden, um dieses Verhalten zu verringern. Dadurch wird aber genau das Gegenteil erreicht. Alles, was mit Zwang verbunden ist, ist für die Katze aversiv und sie wird nur noch umso ängstlicher und der Stress beeinträchtigt sie in ihrer Lebensqualität
  • Angst vor bestimmten Umweltreizen oder Situationen: Zum Beispiel laute Geräusche, Transportbox, Besucher, etc. Diese Ängstlichkeit kommt sehr oft vor, hier benötigen wir keinen Maßnahmeplan, sondern einen Trainingsplan. Die Katze geht der Situation aus dem Weg und kommt erst aus ihrem Versteck, wenn alles wieder ruhig ist. Petra Ott:“ Das gezielte Konfrontationstraining ist hier aber mit Sicherheit ein gutes Training, dass der Katze von größtem Nutzen und für alle Beteiligten einen riesigen Unterschied ausmacht . Nach ein paar Wochen Konfrontationstraining sieht die Welt schon viel rosiger aus!
  • Angst vor einer anderen Katze oder anderen Haustieren: Meist handelt es sich dabei um Katzen, die nicht toleriert werden. Deshalb läuft die Katze lieber weg, als sich zu verteidigen. Hier sollte ein gezieltes Annäherungstraining versucht werden, damit die Tiere sich kennenlernen können.

Tipps vom Profi
Gerade im Mehrkatzenhaushalt oder bei Vergesellschaftungen und Zusammenführungen ist beginnt man hier vorsichtig! Es bringt nichts, die Katze gegen ihren Willen festzuhalten, um sie zu streicheln – dies erzeugt nur noch mehr Stress. Falls eine Person gefürchtet wird, sollte diese einige Zeit der alleinige Fütterer sein und die anderen Personen im Haushalt sollten das Tier ignorieren, bis sich das Verhalten gebessert hat. Wenn die Katze von alleine den Kontakt zu der gefürchteten Person sucht - dann sollte die Katze belohnt werden. Die gefürchtete Person soll probieren, mit der Katze zu spielen - das wirkt stressabbauend und baut Vertrauen auf. Sehr gut geeignet ist dazu eine Katzenspielangel.

Halter müssen Katzen lesen lernen
Der Katzenhalter sollte unbedingt die Grundlagen der Katzenkörpersprache kennen (blinzeln, wegschauen, gähnen). Den Gegenstand, vor dem die Katze Angst hat, entweder entfernen oder mit etwas Positivem verknüpfen.

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 Tierecke
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Montag, 10. Mai 2021
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