13.04.2021 16:15 |

Staatsmeisterschaft:

Medaillenregen: Speckkaiser kommt aus Straßburg

Vor 21 Jahren war er der jüngste Fleischermeister Österreichs: Für Stefan Seiser (47) aus Straßburg ist die Speckproduktion eine eigene Philosophie, die über Generationen weitergegeben und ständig weiterentwickelt worden ist. Bei der Staatsmeisterschaft der Speckproduzenten 2021 holte er zwölf Gold- und zwei Silbermedaillen. Damit hat der Speckkaiser 20-mal gesiegt.

„Das Rezept ist ein Geheimnis. Wichtig ist aber: Unser Speck braucht ausreichend Zeit um zu reifen“, erklärt Fleischermeister Seiser. Bei der Messe in Wieselburg stehen alljährlich Österreichs beste Produzenten auf dem Prüfstand. Auch heuer waren 14 Gurktaler Spezialitäten bei der Staatsmeisterschaft in Niederösterreich dabei. 450 Produkte waren in sechs Kategorien eingereicht und von geschulten Augen und Gaumen verkostet worden. „Nur Produkte, die mit 100 Punkten bewertet werden, haben Chancen auf den Speckkaiser“, freut sich Seiser.

Dem Fleischermeister wurden für seine luftgeselchten und geräucherten Gourmetprodukte wie Karree-, Schinken- und Bauchspeck, Selchschinken, Krainer und Nussschinken und mehr zwölf Gold- und zwei Silbermedaillen umgehängt. „Das macht uns sehr stolz! Vor allem weil wir ja mittlerweile 20-mal den Speckkaiser abgeräumt haben.“

Der Fleischermeister hat sein Handwerk von der Pike an gelernt und vor 21 Jahren den Betrieb von seinem Vater Matthias übernommen: „Meine Eltern helfen immer noch fleißig mit.“ Gemeinsam mit dem 82-jährigen Seniorchef wurden immer wieder neue Rezepte ausgetüftelt: „Die Arbeit hält meine Eltern fit und jung.“

Verarbeitet wird ausschließlich Fleisch von Kärntner Bauernhöfen. Getrocknet wird die Ware im Klimareiferaum: „Früher wurde das Fleisch am Speckhimmel im Troadkasten getrocknet. Heute geht’s aber ohne Technik gar nicht mehr“, so der Speckkaiser.

Sein Goldmedaillen- Schinkenspeck reift etwa neun Monate, andere Sorten sechs bis acht Monate. Für den Gurktaler ist sein Handwerk Leidenschaft: „Ich arbeite mit traditionell überlieferten Rezepten, die in vier Generationen gesammelt worden sind.“

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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