03.04.2021 06:00 |

„Bitte warten“

Impf-Telefon treibt die Steirer zur Weißglut

Die Leitungen der weiß-grünen Info-Hotline sind allzu häufig besetzt. Auch die E-Mail-Anfragen stapeln sich - pro Tag kommen bis zu 900 Anfragen. Das Land reagiert: Es gibt mehr Personal und eine zusätzliche Telefonleitung für Impf-Ärzte.

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Keine Frage, mit vereinten Kräften versucht das Land die Covid-Impfstrategie des Bundes umzusetzen und möglichst rasch möglichst vielen Menschen den ersehnten Pieks zu verschaffen. Dass es bei der Umsetzung dieser Mammutaufgabe aber mitunter ziemlich holpert, nervt viele Impfwillige. So kritisieren einige, dass die Steiermark - im Gegensatz zu Wien - keine eigene Impf-Hotline betreibe. Es gebe nur einen Telefondienst, über den man bereits fixierte Impftermine verschieben könne. Mit Betonung auf „könne“. Denn ob man überhaupt ein Gegenüber ans Telefon bekommt, steht auf einem anderen Blatt Papier.

„Bitte warten“
„Am Karfreitag hab ich zum ersten Mal um 8 Uhr angerufen - besetzt. Eine halbe Stunde später wieder. Den ganzen Vormittag hab ich keinen erreicht“, ärgert sich ein Leser am „Krone“-Telefon. Das Problem des Grazers: Seine Mutter kann nicht in die Messehalle kommen, wo ihre Corona-Schutzimpfung terminlich eingetaktet ist. „Sie hängt am Sauerstoffgerät und es wäre einfacher, wenn sie ihre Hausärztin impft, die gerne dazu bereit wäre“. Seine Bitte: Der vorgesehene Impfstoff gehöre in die Ordination geliefert.

Eine zweite Möglichkeit wäre, ein Mail mit dem Wunsch zu schreiben - auch hier warten aber viele Steirer wochenlang auf eine Antwort. Beim Land „stapeln“ sich, so ein Insider zur „Krone“, die Anfragen. Pro Tag sind es bis zu 900.

Der steirische Impfkoordinator Michael Koren bittet trotzdem, eher zu schreiben als anzurufen: „Wir haben die Terminhotline für Über-80-Jährige zu einer Info-Hotline erweitert, die erst in diesen Tagen personell aufgestockt wurde.“ Zudem gebe es neuerdings eine eigene Telefonnummer für „Impf-Ärzte“, um die allgemeine Leitung zu entlasten.

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