31.03.2021 07:11 |

56.000 Euro Schaden

Anleger aus Jennersdorf tappte in Bitcoin-Falle

Ob Gold, Silber, Wertpapiere oder Immobilien - diese sicheren Geldanlagen stehen in der Krise hoch im Kurs. Immer mehr Investoren lassen sich aber auch auf Geschäfte mit Kryptowährungen ein. Hohe Gewinne versprach ein vermeintlicher Finanzmarktprofi einem Unternehmer aus dem Burgenland. Innerhalb weniger Monate legte der Kunde viel Geld an, am Ende waren 56.000 € verloren.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Reges Treiben herrscht auf der Börse für Bitcoin-Händler. Angebote ändern sich - im Vergleich zum „wirklichen Leben“ - kurzfristig. „Abrupt geht’s rauf, abrupt geht’s runter,“ verraten Insider. Das ist nichts für schwache Nerven, aber verlockend. Weltweit sollen in einem Jahr vier Milliarden US-Dollar in die Kryptowährung geflossen sein.

Versprechen von hohen Gewinnen
Auch etliche burgenländische Unternehmer mit genügend Geldreserven investierten während der Corona-Krise vermehrt in virtuelle Geschäfte. Die Spekulationen kamen einem Anleger aus dem Bezirk Jennersdorf teuer zu stehen. Nach leichten Gewinnen, die die Einlagen von mehreren tausend Euro auf seinem Aktienkonto langsam in die Höhe klettern ließen, meldete sich ein angeblicher Kundenberater einer Finanzmarktfirma per Telefon bei ihm. Der mutmaßliche Spezialist machte offenbar einen guten Eindruck.

Die Anrufe häuften sich, schließlich überredete der „Bankier“ den Unternehmer zu Anlagen in Kryptowährungen, die „weit höhere Gewinne abwerfen“, lautete das für den Burgenländer glaubwürdige Versprechen. Auf Anweisung des Vertrauensmannes wurde ein Konto in Deutschland eröffnet und über eine internationale Internetadresse ein Wallet, sprich Brieftasche, bereitgestellt.

Zitat Icon

Innerhalb weniger Monate wurden in mehreren Tranchen mehr als 35.000 Euro überwiesen

Ein Ermittler

Kein Zugriff auf Konto
Anfangs waren für das Opfer auf dem sogenannten Wallet Gewinnzuwächse am laufenden Band mitzuverfolgen. Doch plötzlich hatte der Burgenländer keinen Zugriff mehr auf sein Geld. „Solche Fälle werden immer wieder gemeldet“, warnen Cyber-Fahnder. Im aktuellen Fall stieg der gesamte Verlust auf 56.000 Euro an.

Sowohl die betroffene Finanzmarktfirma als auch der Betreiber der offiziellen Internetadresse ließ dem leidgeprüften Anleger ausrichten, dass es sich in dieser Causa um einen globalen Betrug handelt. Wenngleich Interpol in derartige Fälle eingeschaltet ist, auf Rückzahlung seines Geldes hofft der 34-Jährige vergebens.

explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kommentare lesen mit
Jetzt testen
Sie sind bereits Digital-Abonnent?
Burgenland Wetter
2° / 5°
bedeckt
2° / 4°
bedeckt
2° / 4°
bedeckt



Vorteilswelt

Alle Magazine der Kronen Zeitung