25.03.2021 23:18 |

Für längeren Lockdown

Rendi-Wagner: „Ernst der Lage zu spät erkannt“

Am Gründonnerstag tritt in Wien, Niederösterreich und Burgenland für sechs Tage ein neuer harter Lockdown, die sogenannte Osterruhe in Kraft. In der „ZiB 2“ erklärte SPÖ-Chefin Pamela Rendi Wagner am Donnerstagabend, dass es aus ihrer Sicht nicht bei diesen sechs Tagen Lockdown bleiben könne. Für eine höchst notwendige Trendwende müssten die Maßnahmen für mindestens zwei Wochen in Kraft bleiben.

Denn es sei nur „eine Frage der Zeit“, bis sich die britische Mutation des Coronavirus, die zurzeit im Osten Österreichs für einen dramatischen Anstieg der Intensivpatienten sorgt, auch in die westlichen Bundesländer ausbreiten werde, warnte Rendi-Wagner im Gespräch mit Lou Lorenz-Dittelbacher.

„Bereits seit Wochen vor Gefahr durch Öffnungen gewarnt“
„Die gute Nachricht ist: Es wurde der Ernst der Lage erkannt. Er wurde aber zu spät erkannt“, erklärte die SPÖ-Chefin. Sie und auch Experten hätten bereits seit Wochen vor der Gefahr durch die Öffnungen und vor den Virus-Varianten gewarnt, so Rendi-Wagner. Sie ist sicher: Hätte man im Februar noch einige Wochen einen harten Lockdown durchgezogen, dann hätte man nun „einen Polster und könnten jetzt über echte dauerhafte Öffnungen sprechen“.

„Es ist wirklich 5 vor 12“
Dass der Corona-Gipfel am Montag ohne Ergebnis zu Ende gegangen ist, sei ein „Zeichen von Autoritätsverlust - und das auf den letzten entscheidenden Metern“. Um Chancen auf einen „annähernd normalen Sommer“ zu haben, müsse man die explodierenden Infektionszahlen unter Kontrolle bringen, so Rendi-Wagner, die empfiehlt, weiter den Sieben-Tage-Inzidenz-Grenzwert von 50 anzupeilen. Es liege in der Verantwortung von Türkis-Grün, die dringende notwendige Trendwende herbeizuführen, denn es sei „wirklich fünf vor zwölf“, so die ausgebildete Ärztin.

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