Besonders lange war die Pause seit dem ersten Grand Slam des Jahres für Dominic Thiem ja nicht. Aber es gab, wie Vater Wolfgang eingestand, nach Australien doch ein kleines Fragezeichen. „Doch Dominic hat gezeigt, dass er zu 100 Prozent in Form ist, denn sonst schlägst du jemanden wie Karazew gar nicht.“
Gegen den Russen hatte er einmal im Jugendbereich gespielt. „Das muss ca. 2010 gewesen sein, bei einem Rasenturnier in Northampton“, erinnert sich Wolfgang Thiem. Damals gewann Karazew, gestern reichte es für den aktuellen Aufsteiger nur zum ersten Satz. „Das ist jemand, der ohne Angst und Respekt spielt, gerade über zwei Gewinnsätze gefährlich ist“, weiß Thiem. „Aber im zweiten und dritten Satz fand Dominic immer besseren Zugriff bei seinen Aufschlagsspielen.“
Heute wartet mit Roberto Bautista Agut ein ganz anderer Typus. „Der gibt dir immer einen Rhythmus, aber der ist nicht umsonst schon ewig in den Top 15.“
Rogers Comeback-Sieg
Nach seinem Match sah sich Thiem das Comeback von Roger Federer nach über einem Jahr an. Der 39-Jährige schlug nach 2:24 Stunden Daniel Evans 7:6 (8), 3:6, 7:5. „In meinem Alter zurückkommen ist nicht so einfach“, freute er sich nach dem Match.
Gernot Bachler, Kronen Zeitung
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