06.03.2021 14:55 |

Genug vom Abstrich?

Niederländer erfindet neuartigen Corona-Schreitest

Ginge es nach dem niederländischen Erfinder Peter van Wees, soll der manchmal etwas schmerzhafte Corona-Abstrich in Nase oder Rachen schon bald der Vergangenheit angehören. Dazu hat er eine Kabine mit dem Namen „Quick Breath Analyzer“ (Quba) entwickelt, die blitzschnell eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus nachweisen soll. Der Clou: Für eine Testung muss man nur laut schreien.

„Das ist die Lösung für all jene, die die Stäbchen in der Nase hassen. Alles, was Sie hier tun müssen, ist acht bis zehn Sekunden lang zu schreien und dann sind Sie fertig“, erklärte van Wees dem niederländischen Nachrichtenportal „NIEUWS”. Ein Prototyp des Geräts ist auch bereits in Amsterdam im Einsatz.

Messung von Aerosolen in der Luft
Die Funktionsweise für den Anwender ist dabei recht simpel: Durch das laute Schreien werden besonders viele Aerosole ausgestoßen, wodurch sich etwaige Viruspartikel in der Luft befinden. Da die Luft in der Kabine vollkommen sauber sein soll, ließen sich die Partikel dann relativ leicht feststellen, so die Erklärung. 

Der „Quba” misst dabei, wie ansteckend eine Person ist. „Um die Reproduktionszahl unter eins zu bringen, ist es gar nicht so wichtig, herauszufinden, ob jemand infiziert ist, sondern ob jemand ansteckend ist. Das ist ein großer Unterschied”, meinte der Erfinder.

So zuverlässig wie ein PCR-Test?
„Quba“ soll dabei viel zuverlässiger sein und auch schnellere Ergebnisse liefern als ein üblicher PCR-Test. Van Wees ist sich sicher, dass seine Kabine „hundertprozentig zuverlässig“ ist. Davon muss er aber auch noch die niederländische Gesundheitsbehörde überzeugen. Hierzu sind noch zumindest 200 Testungen und ein entsprechender wissenschaftlicher Bericht erforderlich. Dabei soll ihm eine Firma helfen, die weltweit Teststraßen verwaltet.

Teures Vergnügen
Ganz nebenbei hätte „Quba” auch noch therapeutisches Potenzial - „es ist auch eine gute Art zu meditieren. Und es macht Spaß”, meint van Wees. Als mögliche Einsatzorte sieht er seine Kabine etwa in Flughäfen, Schulen, bei Großveranstaltungen oder auch in der Hotellerie - es gebe bereits ernsthafte Interessenten aus dem Ausland, erklärte der Erfinder weiter. Diese müssten für das Gerät aber wohl tief in die Taschen greifen: Der Prototyp kostet satte 100.000 Euro.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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