26.02.2021 16:03 |

Geordneter „Re-Start“

Lockdown: Reisebranche drängt vehement auf Öffnung

Die heimische Reisebranche steht enorm unter Druck. Seit Monaten sind Reisebüros, Hotels und Gastronomie behördlich geschlossen, Corona-bedingt gibt es kaum Geschäft, von Gewinnen kann gar keine Rede sein. Darum drängen immer mehr Betriebe auf erste Öffnungsschritte. Mit Schnelltests sowie entsprechenden Hygienemaßnahmen in den Betrieben sei dies jederzeit möglich. Die Entscheidung der Politik zum weiteren Vorgehen steht am Montag an.

Nach einer verheerenden Wintersaison und enormen Umsatzeinbußen (siehe auch Video oben) pochen Tourismusbetriebe nun auf erste Öffnungsschritte und ein Corona-Maßnahmenpaket. Die Fachverbände Reisebüros und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Berufsverbände Österreichischer Reiseverband (ÖRV) und Österreichischer Verein für Touristik (ÖVT) sowie die Austrian Airlines (AUA) und der Flughafen Wien appellierten am Freitag im Anschluss an den gestrigen „Öffnungsgipfel“ der WKÖ erneut an die Bundesregierung, „rasch und in Abstimmung mit den Institutionen auf EU-Ebene ein Maßnahmenpaket für einen geordneten ‘Re-Start‘ der Touristik auf den Weg zu bringen“. Sie fordern - am besten EU-weit - einheitliche Vorgaben und Planungssicherheit.

Wochenlange Shutdown-Phasen ohne Perspektiven auf eine Wiedereröffnung touristischer Betriebe, Verzögerungen bei den Corona-Impfungen und international unterschiedliche Einreisebestimmungen hätten nicht nur den Tourismus weltweit so gut wie zum Erliegen gebracht, sondern auch den Tourismus-Standort Österreich massiv unter Druck gesetzt.

„Kostbares Gut Urlaub in Gefahr“
„Es stehen nicht nur Tausende österreichische Arbeitsplätze sowohl im heimischen Tourismus als auch im ‘Outgoing‘ auf dem Spiel, es ist auch das kostbare Gut Urlaub in Gefahr, nach dem sich die meisten Österreicherinnen und Österreicher seit Monaten sehnen“, so der WKÖ-Reisebüro-Fachverbandsobmann Gregor Kadanka, ÖRV-Präsident Josef Peterleithner und ÖVT-Präsidentin Phillies Ramberger in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Die Touristiker begrüßen den Angaben zufolge den Vorstoß von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), EU-weit einen „Grünen Pass“ für Geimpfte, Getestete oder Genesene einzuführen und diesen Personen wieder mehr Freiheiten zu bieten. Es brauche aber dringend weitere Maßnahmen.

Schnelltests statt Quarantäne
Wesentlich für einen erfolgreichen „Re-Start“ sei auch das Schaffen von Planungssicherheit für die Unternehmen „durch klare Ansagen zu Reisebestimmungen, insbesondere zu Einreisebestimmungen, Coronatests und Impfungen“. So sollten beispielsweise flächendeckend eingesetzte, einheitliche und unkomplizierte Schnelltests bei Einreisen die Quarantäne ersetzen.

Reisefreiheit ermöglichen
Einfache Grenzübertrittsmöglichkeiten und gemeinsame Systeme zum grenzüberschreitenden Nachweis und zur raschen Kontrolle von Testungen und Impfungen - zum Beispiel mit einem digitalen Impfpass - könnten die Reisefreiheit wiederherstellen, schlagen die Branchenvertreter vor. Die Reisebranche habe längst strenge Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt - mit einheitlichen Sicherheitsstandards soll Vertrauen geschaffen werden.

Quelle: APA

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