12.02.2021 08:03 |

Bereits Dutzende Fälle

Britische Mutation im Ländle auf dem Vormarsch

Während sich in Tirol die südafrikanische Mutation breitmacht, beschäftigen sich die Nachbarländer Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg vor allem mit der britischen Variante. In Vorarlberg wurde diese bisher in 58 Proben entdeckt, die wiederum 50 Menschen zuzuordnen waren.

„Im Krankheitsverlauf sind die Virus-Variationen ident“, sagt Grabher. Allerdings scheinen die Mutationen um einiges ansteckender zu sein als der Wildtyp. Um einen rasanten Anstieg der Infektionszahlen wie im Herbst zu verhindern, wird in Vorarlberg weiterhin auf Tests und das Durchbrechen von Infektionsketten gesetzt.

Mann der Stunde im Kampf gegen die Mutationen ist Primar Felix Offner, Leiter der Pathologie am LKH Feldkirch. Dort werden derzeit alle positiven PCR-Tests auf mögliche Varianten untersucht. „Wir setzen dabei auf Know-how aus Dänemark, das führend bei der Sequenzierung ist“, erklärt Offner. Da Gensequenzierungen zu lange dauern würden, setzt der Primar auf mutationsspezifische PCR-Tests.

„Wir sind im Wettlauf mit dem Virus“
Sorgen bereitet die rasche Verbreitung der neuen Varianten nicht nur, weil eine dritte Infektionswelle über Vorarlberg schwappen könnte. Zudem ist nicht klar, inwieweit die bisher zugelassenen Impfstoffe wirken. „Das Virus wird alles tun, um zu überleben. Wenn es eine Variante gibt, die dem Impfstoff entgehen kann, wird sich diese Variante langfristig durchsetzen. Wir - die Menschheit mit der gesamten Biotechnologie und Medizin - sind in einem Wettlauf mit dem Virus. Aber ich bin überzeugt, dass wir diesen gewinnen werden“, sagt Offner.

Auf dem Weg dorthin sind aber noch viele Fragen offen. Etwa, wie der Impfstoff von AstraZeneca wirkt. Während die WHO diese Vakzine auch für ältere Menschen empfohlen hat, wurden in Südafrika Impfungen eingestellt. „Man darf Südafrika nicht unterschätzen. Sie haben eine hoch entwickelte Molekularbiologie. Ich gehe davon aus, dass sie ihre Gründe hatten, so zu entscheiden.“ In Vorarlberg wird der Impfstoff bis auf Weiteres verwendet werden. Es gibt keine Änderung im Impfplan.

 Vorarlberg-Krone
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