Von ihren letzten 27 Spielen in der National Football League (NFL) haben die Kansas City Chiefs nur zwei verloren - eines, weil sie ihre Stars schonten! Daher ist man in der Nacht auf Montag im Super Bowl gegen die Tampa Bay Buccaners Favorit.
Die große Frage, die sich auch Buccaneers-Abwehrtrainer Todd Bowles stellt: „Wie stoppe ich den Angriff der Chiefs?“ Denn der besteht nicht nur aus Star-Quarterback Patrick Mahomes, sondern auch aus seinen gefährlichen Waffen
Receiver Tyreek Hill wird nicht umsonst „Cheetah“ (Gepard) genannt. Der 26-Jährige lief einst bei der Junioren-WM der Leichtathleten zu Bronze über 200 m. Tampa erinnert sich an den pfeilschnellen Hill nur ungern - im November-Duell fing er Pässe für 269 Yards.
Tight End Travis Kelce ist eine fast immer sichere Anspielstation für Mahomes. Auf seiner Position setzte er schon mehrere Rekorde, wurde auch in das Team des Jahrzehnts gewählt.
„Bescheiden geblieben“
Die Geschichte spricht freilich gegen die Chiefs. War in den Anfängen der NFL eine erfolgreiche Titelverteidigung nichts Ungewöhnliches, passierte sie seit Einführung der Gehaltsobergrenze vor 30 Jahren nur zweimal. Die Chiefs wären das erste Team seit New England 2005, dem dies gelingt. Ein Grund ist, dass nach einem Titel viele Spieler plötzlich teurer werden, es schwierig ist, alle zu halten. Doch das gelang den Chiefs. Trainer Andy Reid, als Co-Trainer schon mit Green Bay in den 90ern in zwei Finals in Folge, begründet die Rückkehr in den Super Bowl auch mit der Einstellung seiner Spieler: „Sie sind bescheiden geblieben. Der Erfolg stieg ihnen nicht zu Kopf, sie haben weitergearbeitet.“
Sollte am Sonntag der neuerliche Coup gelingen, würden die Chiefs tatsächlich als Herrscher-Familie in die NFL-Geschichte eingehen. Als Dynastie.
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