04.02.2021 06:00 |

Wohnungen und Hotels

Quartiere in Wien für Corona-Partys angemietet

In Wintersportorten werden illegale Skiurlaube mitunter als „Geschäftsreisen“ getarnt. Auch in Wien sind manche Vermieter und Gäste kreativ, um Corona-Partys und anderes zu organisieren. Seit Dezember wurden von der Stadt bereits 15 Verstöße registriert. Gebucht wurde meist über Online-Plattformen, wie z.B. Airbnb.

Wegen der Corona-Sperre dürfen Beherbergungsbetriebe und auch Privatzimmervermieter derzeit nur in sehr eingeschränkter Form Quartiere bereitstellen. Als Ausnahmen gelten etwa Geschäftsreisen oder Unterkünfte für Ausbildungen. Buchungsplattformen weisen zwar auf die Corona-Regeln hin, doch nicht jeder hält sich daran. „Wenn wir von Verstößen erfahren, leiten wir umgehend ein Prüfverfahren ein“, erklärt Gregor Nedbal, Covid-Strafenkoordinator innerhalb der Magistratischen Bezirksämter.

Einige Fälle im Detail:

  • Nahe dem Hauptbahnhof in Favoriten wird eine Wohnung via Airbnb vermietet. Laut anderen Hausparteien sind die „Geschäftsreisenden“ aber oft in Partylaune.
  • Kräftig gefeiert wurde auch in einer Wohnung in Margareten. Ein Großteil der Gäste stammte aus dem 22. Bezirk und hielt den Rückweg über die Donau offenbar nicht mehr für zumutbar. Die Anmietung erfolgte via booking.com.
  • Nach einer Anzeige wegen Lärmbelästigung kam die Polizei in ein Hotel im 2. Bezirk. 20 Gäste konsumierten dort Speisen und Getränke. Begründung: Es handle sich um einen PR-Termin, und für Kameraaufnahmen sei das übliche Hotelflair mit Gästen nötig.
  • Wohnungen und Zimmer wurden auch zur illegalen Prostitution vermietet - wie Amtshandlungen im 11. und 18. Bezirk ergaben. In einem Hotel im 17. Bezirk wurden außerdem 30 geschleppte Personen entdeckt.

Schlupflöcher auch in anderen Bundesländern
Erst am Montag waren auch Schlupflöcher bekannt geworden, wie einige Familien im Lockdown Urlaub machen. Eine „Krone“-Leserin, die Kurgast in Bad Goisern in Oberösterreich ist, wunderte sich, dass am ersten Tag der Semesterferien-Saison statt Kranker und Senioren plötzlich Familien mit Skianzug im Hotel auftauchten und Kinder im Therapiebecken plantschten.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

 Wien Krone
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