19.01.2021 14:23 |

Bis zu 240 Euro Strafe

Mailand verbietet das Rauchen im Freien

In der norditalienischen Metropole Mailand ist am Dienstag ein besonders weitreichendes Anti-Smog-Paket in Kraft getreten, das unter anderem das Rauchen im Freien unter Strafe stellt. Konkret gilt das Rauchverbot zunächst an Öffi-Haltestellen, in Parks, Sporteinrichtungen und Friedhöfen. Ab Jänner 2025 wird das Rauchverbot auf alle öffentlichen Stadtgebiete im Freien ausgedehnt. Bei Verstößen ist mit Strafen von 40 bis 240 Euro zu rechnen.

Mit einer Plakatierungskampagne will die Gemeinde die Aufmerksamkeit der Raucher auf die Orte lenken, an denen das Rauchen verboten ist. Auch in Spanien war das Rauchen im Freien im Sommer des Vorjahres während der Corona-Pandemie vorübergehend verboten worden. 

Zahlreiche neue Umweltschutz-Vorschriften
Ab diesem Jahr ist auch der Einbau von Öl- und Biomasse-Heizungen in Mailänder Gebäuden verboten. Ab Oktober 2022 dürfen Ölheizungen nicht mehr genutzt werden. Pizzerien, die Holzöfen verwenden, müssen diese ab Oktober 2023 an modernste Umweltstandards anpassen. Geschäfte müssen ab Jänner 2022 ihre Türen geschlossen halten.

Kritische Reaktionen von der Forza Italia
Das Rauchverbot wurde mit kritischen Reaktionen aus den Reihen der oppositionellen Mitte-Rechts-Allianz in Mailand bedacht. „Ab heute kann man unweit von Bushaltestellen und Friedhöfen nicht rauchen. Dieser Beschluss wurde gefasst, während Italien eine Pandemie erlebt“, sagte etwa der Mailänder Forza-Italia-Politiker Gianluca Comazzi. Die Gemeinde zeige damit, dass sie von den Prioritäten der Bürger weit entfernt sei. 

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