10.01.2021 06:00 |

Bund gibt nichts

Kosten für Schneeräumung im Rekordwinter sind hoch

Eine Woche ist seit dem Schneefall vergangen; aber in Oberkärnten wird immer noch geschaufelt. Samstagabend endete der Assistenzeinsatz des Bundesheeres. 130 Soldaten hatten Dächer im Lesachtal und Gailtal vom Schnee befreit. Das Land will die schneereichen Regionen jetzt auch finanziell unterstützen.

Meterhoch türmen sich in Oberkärnten Schneewände, seit Winterbeginn sind die eifrigen Räumtrupps im Dauereinsatz. Allein für die Gemeinde Dellach im Gailtal beziffert Bürgermeister Johannes Lenzhofer die zusätzlichen Kosten mit satten 150.000 Euro.

Inzwischen hat das Land den schneereichen Regionen finanzielle Unterstützung zugesagt. Aus dem Katastrophenfonds des Bundes gibt es jedoch nichts. „Weil dieser für große Schneemassen nicht vorgesehen ist“, so Lenzhofer. Doch das könnte geändert werden. Eine entsprechende Resolution sei laut dem Bürgermeister bereits dem Bund übermittelt worden.

In der Zwischenzeit wird weiter Schnee geschaufelt. In Kötschach-Mauthen appelliert Bürgermeister Josef Zoppoth an die Hauseigentümer, darauf zu achten, dass Eiszapfen oder Dachschnee nicht Passanten auf den Gehwegen gefährden. In der Zwischenzeit sind Zimmerer und Industriekletterer gefordert.

Täglich steht deshalb der Gailtaler Bergführer Stefan Hofer vom Industriekletterunternehmen alp-in mit seinem Team auf Hausdächern, um diese von der Schneelast zu befreien. Zwischen Maria Luggau und Dellach lasten 350 bis 600 Kilogramm pro Quadratmeter auf den Dächern. Besorgte Hausbesitzer können sich übrigens bei den Gemeinden melden.

In Kötschach-Mauthen etwa liegen Listen von Firmen auf, welche den Schnee von den Dächern schaufeln. Es ist auch notwendig, denn immer wieder stürzen Nebengebäude unter der Schneelast zusammen.

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