Ski-Mittelschule

80 Prozent der Kinder sind in den Klassen

In der Ski-Mittelschule in Windischgarsten nahmen am ersten Tag nach den Ferien 47 von 58 Schülern am Unterricht teil. Für Eltern wäre duale Ausbildung einfach nicht stemmbar.

Um 6.30 Uhr wurden die ersten Schwünge in den Schnee gezaubert, um 12 Uhr ging es zurück ins Internat und ab 14 Uhr wurde die Schulbank gedrückt.  Während am Donnerstag für Tausende Schüler in Oberösterreich die Weihnachtsferien zu Ende gingen und mindestens bis 18. Jänner Distance Learning am Programm steht, konnte die Ski-Mittelschule Windischgarsten fast komplett ins neue Jahr starten. 90 Prozent der 58 Schüler nahmen am Training, 80 Prozent am normalen Unterricht teil.

46 Stunden pro Woche Unterricht und Training
„Unsere Kinder haben sich für die duale Karriere entschieden, also Leistungssport und Schule. Unsere Stundentafel hat 46 Stunden in der Woche, da ist es für mich verständlich, dass das die Eltern zuhause nicht abdecken können“, sagt Schulleiter Markus Gattinger, dessen „Institut“ als eine von drei Sport-Schulen in ganz Österreich einen Ausnahmestatus genießt. Denn die „SMS“ Windischgarsten ist eine eigenständige Schule, kann somit selbst entscheiden. Zudem ist das Skifahren im Lehrplan verankert und die zukünftigen Ski-Asse fallen seit Dezember unter den Spitzensportstatus. Im zweiten Lockdown im November war das noch nicht der Fall gewesen.

Schule setzt verstärkt auf Masken und Abstand
Sicherheitsbedenken hat Gattinger keine. Zumal ein eigenes Präventionskonzept entwickelt wurde, damit auf Initiative der Eltern und auf Wunsch der Schüler der normale Unterricht in den vier Klassen weitergehen kann. So wurden im Internat die Bewegungsräume gesperrt, in allen geschlossenen Räumen gilt die Maskenpflicht und vorm ersten Training nach Weihnachten wurden die Schüler getestet. Weitere Corona-Tests sind aber nicht geplant. „Die psychologische Belastung mit wöchentlichen Testungen wäre den Kindern nicht zuzumuten“, so Gattinger, der auch als Generalsekretär des OÖ-Skiverbandes ein positives Fazit über den bisherigen Winter ziehen kann. „Es ist für uns kein verlorenes Jahr, wie viele glauben!“

Daniel Lemberger, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 27. Jänner 2021
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