24.11.2020 15:16 |

Verdächtiger flüchtig

Frauenleiche lag mehrere Tage unter Kinderbett

Der Mord an einer zweifachen Mutter sorgt für Entsetzen in München: Der Ehemann dürfte die 34-Jährige erstochen und dann versteckt haben. Obwohl die Polizei mehrmals in der Wohnung war, um nach der Vermissten zu suchen, lag die Leiche tagelang unter einem Kinderbett, ehe sie schließlich gefunden wurde. Der verdächtige Gatte konnte sich in der Zwischenzeit ins Ausland absetzen.

„Es läuft nicht wie in Krimiserien ab“, erklärte ein Polizeisprecher den späten Fund der Leiche. Die Frau war vergangene Woche Dienstag von Verwandten als vermisst gemeldet worden. Obwohl Polizeibeamte sogleich „umfangreiche Absuchmaßnahmen“ eingeleitet hätten, „dazu gehörte natürlich auch das Betreten der Wohnung des Ehepaars“, habe man „keine Auffälligkeiten“ feststellen können, erklärte der Ermittler Josef Wimmer zerknirscht in einer Pressekonferenz.

Polizei: Keine Kampfhandlungen erkennbar
Der Verdächtige hatte der Polizei zufolge die Leiche der 34-Jährigen - „auch zugedeckt“ - unter dem Bett eines ihrer Söhne, die sie beide in die Ehe mitgebracht hatte, versteckt. „Im ursprünglichen Zustand der Wohnung war nicht erkennbar, dass hier ein Kampf stattgefunden hat“, führte Wimmer aus. 

Verdächtiger vermutlich nach Afghanistan geflohen
Erst als Forensiker am Donnerstag die Wohnung untersuchten, wurde klar, dass sich dort eine „scharfe Gewalttat“ ereignet haben muss. Am nächsten Tag wurde der Fall schließlich an die Mordkommission übergeben und nach dem 41-jährigen Ehemann gefahndet. Doch der Afghane war schon nach Italien geflohen. Es wird angenommen, dass er sich von dort aus auf die Reise in sein Heimatland gemacht hatte.

Der Mann war schon in der Vergangenheit gewalttätig gegenüber seiner Ehefrau gewesen - bei einem Einsatz nach einem solchen Vorfall habe sich der Beschuldigte „unverschämt“ verhalten, berichtete die Polizei.

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