23.11.2020 10:00 |

Schröcksnadel im ORF

ÖSV-Boss: „Sterbe lieber an Corona als an Krebs“

Schürt Corona den Generationenkonflikt? Peter Schröcksnadel spricht bei der ORF-Sendung „Im Zentrum“ über die weltweite Pandemie und deren Folgen. Neben Vergleichen zur Vergangenheit gibt es vom Präsidenten des österreichischen Skiverbandes auch Kritik an der Regierung. Zudem betont er: „Da sterbe ich lieber an Corona als an Krebs, wo ich drei oder fünf Jahre leiden muss.“

Zusammen mit Chris Lohner (Schauspielerin und Autorin), Franz Kolland (Generationenforscher), Melisa Erkurt (ehem. Lehrerin, Autorin und Journalistin) und Maximilian Werner (Maturaabschluss 2020, derzeit Zivildiener.) diskutierte Schröcksnadel im ORF. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird die Solidarität unter den Generationen auf die Probe gestellt. Auch im zweiten Lockdown müssen sich die Jungen einschränken, um besonders gefährdete Gruppen wie die ältere Bevölkerung zu schützen. „Ich hab 15 Enkelkinder plus eines, das wir pflegen - also 16. Ich kann in meiner Familie nicht feststellen, dass in irgendeiner Form ein Konflikt da wäre. Auch in der Zeit, wo es sehr gefährlich war“, so der ÖSV-Boss, der einen „Riesenrespekt“ vor Corona hat. „Es muss nicht sein, dass die eine Gruppe auf die andere losgeht. Einen Keil hier hineinzutreiben, wäre falsch. Man macht es aber automatisch dadurch, dass man den Menschen Angst macht. Man macht den Menschen große Angst, dadurch entsteht dieser Keil.“

„Das Hauptproblem ist die Angstmache“
Vorwürfe gegenüber der Regierung werden laut. „Das Hauptproblem ist die Angstmache - sehr viel Angst macht die Regierung“, ärgert sich der 79-Jährige. Er zieht einen Vergleich: „Ich habe 1958 und 1959 eine Grippeepidemie miterlebt, auch 1968 und 1970. Da sind 40.000 Leute in Deutschland gestorben und heute spricht man von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Ich finde, dass man hier sehr, sehr stark übertreibt.“ Nachsatz: „Wir müssen zusammenhalten und Rücksicht nehmen!“ Sein Vertrauen gegenüber den jüngeren Generationen ist groß.

Wenig später schildert Schröcksnadel: „Man muss eines wissen: Vor 30, 40 Jahren bist du mit 60, 65 Jahren gestorben. 70, 80, 90 das sind die Jahre, in denen die Menschen heute sterben. Ob du jetzt an einem Herzinfarkt stirbst, an Corona, was auch immer - das ist das Alter, wo man irgendwann gehen muss. Da sterbe ich lieber an Corona als an Krebs, wo ich drei oder fünf Jahre leiden muss.“

„Totenzahlen nicht so hoch“
Zuletzt gab es in Österreich mehr als 100 Corona-Tote pro Tag. Laut Schröcksnadel sind die Totenzahlen aber „nicht so hoch. Wenn ich überlege, wie viele jeden Tag an Krebs, Herzinfarkt, an sonstigem Kreislaufversagen sterben, dann ist Corona untergeordnet“.

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