23.08.2020 15:12 |

Demo gegen Fahrverbot

Biker-Zug durch Wien gegen Ausgrenzung und Willkür

Es ist nach wie vor überaus umstritten und sorgt für heftige Kritik: Seit 10. Juni gilt auf bestimmten Straßenzügen in den Tiroler Bezirken Reutte und Imst für zu laute Motorräder ein Fahrverbot. Hunderte Biker setzten sich deshalb am Sonntag auf ihre heißgeliebten Maschinen, um in der Bundeshauptstadt gegen „Ausgrenzung und Willkür“ zu demonstrieren.

Es rolle derzeit „eine Lawine an Restriktionen auf die motorisierten Zweiräder zu, die in der Maximalversion dazu führen würde, dass Motorräder de facto abgeschafft werden würden“, befürchten die Verantwortlichen der Motorradkundgebung. Ein „starker und wichtiger Wirtschaftszweig Österreichs“ würde damit „wohl vor dem Aus“ stehen, so die Sorge - weshalb man am Sonntag zu einer Demonstrationsfahrt durch Wien aufrief.

Über die Wagramer Straße, Reichsbrücke, den Praterstern, die Praterstraße, den Ring, den Gürtel bis auf den Kahlenberg führte der erste Abschnitt. Nach einer Pause ging es über die Höhenstraße und Floridsdorfer Brücke zurück zum ursprünglichen Treffpunkt in der Wagramer Straße, wo auch eine Abschlusskundgebung geplant war.

Schwerpunktkontrollen in Tirol
Gemäß Verordnungen des Landes Tirol bzw. der Bezirkshauptmannschaft Reutte gilt seit dem 10. Juni auf der Lechtalstraße, Tannheimer Straße, Berwang-Namloser-Straße, Bschlaber Straße sowie auf der gesamten Hahntennjochstraße ein Fahrverbot für einspurige Kraftfahrzeuge mit einem Standgeräusch von mehr als 95 Dezibel. Seither führte die Exekutive immer wieder Schwerpunktkontrollen durch. Anfang August veröffentlichte die Landesverkehrsabteilung eine erste Zwischenbilanz - demnach waren von rund 5000 kontrollierten Bikes nur 89 zu laut.

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