25.07.2020 12:00 |

Lange Wartelisten

Salzburger stürmen die Ferien-Angebote für Kinder

Corona machte der Urlaubsplanung heuer einen Strich durch die Rechnung: Zahlreiche Eltern mussten ihre freien Tage bereits im März und April für die Kinderbetreuung aufbrauchen. Umso größer ist jetzt die Nachfrage nach alternativem Ferienprogramm. Die Wartelisten der Anbieter in Stadt und Land sind voll.

„Heuer habe ich zum Glück rechtzeitig angefragt und für meinen Sohn noch einen Platz in der Einrichtung ’Insel’ bekommen“, erzählt Kerstin Köpf, eine betroffene Mutter. Mit ihrem Jonas wohnt sie im Salzburger Stadtteil Langwied. Ohne die Hilfe ihrer Mutter, die Jonas für ein bis zwei Wochen im Sommer übernimmt, wäre die Betreuung aber ein große Herausforderung. „Noch eine zusätzliche Einrichtung im Sommer zu bezahlen geht ins Geld.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Eltern steht Kerstin ihr Urlaub noch bevor. Viele Betroffene mussten aber erst auf die Zusage ihres Chefs warten, bevor sie den Sommer und die Betreuung ihrer Kinder planen konnten.

Bis zu 30 Familien sind auf der Warteliste

„Wir bekommen oft kurzfristig Anrufe von Eltern, die anfragen, ob wir noch einen freien Platz haben“, berichtet Heimo Weilharter, Geschäftsführer der größten Ferienbetreuungseinrichtung „Insel“. Bis zu 170 Kinder werden normalerweise im Haus der Jugend - der Räumlichkeit der Organisation - betreut. „Heuer konnten wir wegen Corona nur 117 Kinder aufnehmen“, erklärt Weilharter. Auf der Warteliste stehen pro Woche rund 20 bis 30 Familien. Seit März gelten sowohl für Kinder als auch die Eltern strenge Regeln. „Erziehungsberechtigte dürfen das Gelände nicht betreten. Wir holen ihre Sprösslinge direkt beim Eingang ab“, berichtet ein Mitarbeiter.

Auch am Land boomt das Angebot

Schauplatzwechsel in den Pongau: Auch das Ferienangebot in St.Veit und Schwarzach boomt. „Die Nachfrage ist groß. Gerade beim Reiten haben sich 40 Kinder gemeldet. Aufnehmen können wir nur 20“, sagt Petra Pichler vom Tourismusverband Sonnenterrasse St. Veit-Schwarzach. Nachsatz: „Man merkt, dass heuer viele Urlaub daheim machen und deshalb mehr Betreuung brauchen.“ S. Angerer

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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