22.07.2020 16:46 |

Bankomatbande gefasst

„Hochexplosiver“ Fund in Pkw: Clip zeigt Sprengung

Sechs Festnahmen hat es nach einer Bankomatsprengung Mittwochfrüh im steirischen Fernitz gegeben. Ein großer Erfolg für die heimischen Ermittler, waren sie der Bande - bei den Verdächtigen handelt es sich um teils einschlägig vorbestrafte rumänische Staatsbürger - bereits seit November 2019 auf der Spur. Im Zuge des Polizeieinsatzes kam es zudem zu einer weiteren Detonation - geplant vonseiten der Einsatzkräfte. So war in einem der Täterfahrzeuge „hochexplosiver Sprengstoff“ gefunden worden. Ein Video zeigt die kontrollierte Sprengung.

Wie berichtet, war die Bande bereits observiert worden, als drei Männer kurz nach 3 Uhr den Geldausgabeschlitz des Bankomaten in Fernitz mit einem Brecheisen manipulierten und danach sprengten. Dies dauerte lediglich vier Minuten, die Täter konnten mehrere Geldladen erbeuten und flohen laut Omar Haijawi-Pirchner vom Landeskriminalamt Niederösterreich in den nahen Wald.

Verdächtiger von Beamten der Cobra erwartet
In Graz wurden die Verdächtigen von einem Komplizen abgeholt. Doch zwischenzeitlich hatte sich das Einsatzkommando EKO Cobra längst auf die Lauer gelegt - und zwar in Hart bei Graz, wo die Bande seit Samstag einquartiert war. Und wie von den Einsatzkräften erwartet, sollten die Verdächtigen wenig später auftauchen - es kam zum Zugriff. Die mutmaßlichen Täter leisteten dabei keinerlei Gegenwehr, ließen sich laut Brigadier Hannes Gulnbrein widerstandslos festnehmen. Beim Einschlagen einer Seitenscheibe eines Autos wurde ein Beamter der Eliteeinheit verletzt.

Sprengung im Video
Niederösterreichs Landespolizeidirektor Franz Popp sprach bezüglich der Verdächtigen von „hochgradig organisierter Kriminalität“. In einem der Täterfahrzeuge wurde in der Folge ein Paket mit hochexplosivem Sprengstoff - vermutlich TATP (Triacetontriperoxid) - sichergestellt. Es wurde vom Entschärfungsdienst kontrolliert gesprengt, wie ein Video, das zur Verfügung gestellt wurde, zeigt.

Laut Haijawi-Pirchner hatten die Rumänen - die Verdächtigen sind zwischen 38 und 56 Jahre alt - in den vergangenen Monaten etwa 70 Tatorte ausspioniert, waren dabei gleich in mehreren Bundesländern aktiv. Weil auch Geldausgabeautomaten südlich von Wien ins Visier geraten waren, habe das Landeskriminalamt Niederösterreich die Ermittlungen übernommen, wurde erklärt. Die zum Großteil sichergestellte Beute bei dem Coup in Fernitz wurde durch ein Alarmpaket eingefärbt und ist damit wertlos, hieß es im Rahmen einer Pressekonferenz.

Weitere Ermittlungen in dem Fall laufen, da nun geprüft wird, ob die Bande auch für weitere Taten in Österreich, aber auch Europa, verantwortlich sind. Auch die Einvernahme der Verdächtigen ist im Gange.

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