11.07.2020 16:38 |

Drama in Alexandria

Zehn Männer wollten Bub retten - alle ertrunken!

In Ägypten sind zehn Menschen bei dem Versuch ertrunken, einen badenden Buben aus dem Mittelmeer zu retten. Ein Mann hatte offenbar versucht, den Burschen, der in eine starke Strömung geraten war, aus dem Wasser zu holen, und wurde dann selbst von der Strömung erfasst. Daraufhin versuchten immer mehr Menschen zu helfen - was schließlich in einer Tragödie endete. Auch für den Buben selbst gab es keine Rettung mehr.

Wie die Tourismusbehörde in Alexandria bestätigte, ereignete sich der Vorfall bereits am Freitag. Als ein Kind im Meer zu ertrinken drohte, seien mehrere Personen ins Wasser geeilt, um zu helfen. Laut lokalen Medienberichten, unter anderem der Zeitung „Al-Ahram“, seien ingesamt zehn Männer in die Fluten gesprungen, um den Buben zu retten. Dabei kamen auch die Retter selbst ums Leben.

Keine Rettungsschwimmer wegen Corona
Die Strände in Alexandria sind derzeit eigentlich gesperrt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Daher gibt es derzeit offenbar auch keine Rettungsschwimmer. Viele Anrainer hielten sich aufgrund der hohen Temperaturen aber nicht an die Bestimmungen und gingen trotzdem baden. Jene Gruppe, die letzlich verunglückte, sei laut Behördenangaben extra nach Sonnenuntergang an den Strand gekommen, um nicht von der Polizei erwischt zu werden.

Der Strand im Stadtteil Al-Adschami in Alexandria ist berüchtigt für seine starken Strömungen. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden den Abschnitt immer wieder kurzzeitig gesperrt, weil Menschen ertrunken waren.

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