04.07.2020 00:40 |

„Krone“-Video

Er „groovt“mit Schraubenzieher und Schreibmaschine

Er trägt zwar eine Haube wie DJ Ötzi, doch musikalisch haben die beiden nur wenig gemeinsam. Mehr als 80 Instrumente findet man bei Klaus Lippitsch in Maria Saal. Sogar mit Schreibmaschine wird musiziert. Wir haben den Künstler in seinem „Klanghaus“ besucht.

Von A wie Agogo bis Z wie Zimbel. Im „Klanghaus“ von Klaus Lippitsch und dessen Ehefrau Eliz gibt es (fast) alles, was die Musikwelt hergibt.

Mehr als das: Lippitsch hat es sich zur Aufgabe gemacht, Alltags- und Müllgegenstände zum Klingen zu bringen. Weithin bekannt ist seine „Müllionen“-Show - mit Schrott, Kanistern und Kübeln. Recycling einmal anders...

Die neueste Errungenschaft: Eine 70 Jahre alte Schreibmaschine (eine Urania Piccola). Und schon geht’s los: Im Hintergrund tönt der Beat, und Lippitsch haut in die Tasten. „Das ist die Tipp-Topp-Show“, lacht er. Das Ergebnis sieht man im „Krone“-Video:

Zwei Meter weiter zeigt uns der Villacher die „Windmaschine“ - damit werden Glocken zum Schwingen gebracht. Alm-Feeling pur im Wohnzimmer...

Es folgt die musikalische „Werkzeugkiste“: Mit Schraubenzieher, Hammer und Co. zaubert der Musiklehrer die nächste Vorführung aufs Tapet. Titel: „Eliz im Werkzeugland“.

Viele der Instrumente kommen auch bei den Auftritten seiner Band „Mit Leib und Seele“ zum Einsatz.

Wie aber ist die Idee entstanden, in einer von Schlager und Kommerz dominierten Musikwelt diese neue Schiene zu schaffen? „Inspiriert wurde ich von meinem mittlerweile verstorbenen Vater. Vor 35 Jahren hat er mir ein Stativ mit Kochtöpfen gebaut. Das war mein neues Schlagzeug. Da wusste ich: Das ist es!“

Viele außergewöhnliche Projekte und Kompositionen sind seither entstanden. Erst kürzlich sorgte Lippitsch für neue Schlagzeilen: Im Kirchturm von Krumpendorf fabrizierte er sein ureigenes Glockenspiel.

Schon demnächst geht es für ihn und seine Klanginstallationen wieder auf Reisen: Bei den Musikwochen Millstatt wird Lippitsch am 24. Juli - mit Sängerin Eliz und Percussionist Anton Weinstich - seine Werke präsentieren. Was ihm noch vorschwebt: Mit dem Digeridoo vom Gipfel der Tiroler Nordkette ins Tal zu spielen. „Das will ich im Sommer realisieren.“ Ein etwas anderes Konzert - bei dem Abstandsregeln keine Rolle spielen.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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