Vertretbar oder nicht?

Tierversuche: Hitzige Diskussionen an der JKU

Tierversuche an der JKU: Ja oder Nein? Mit dieser Frage beschäftigt man sich wohl intern schon länger in Linz. Durch die „Krone“-Berichte wurde eine öffentliche Debatte daraus, die Gegner auf den Plan rief. Jetzt melden sich die 13 Lehrstuhlinhaber der Medizinischen Fakultät, ganz ausgeschlossen werden Versuche nicht.

„Eine Vielzahl neuer lebensverlängernder Krebstherapeutika wären ohne Tierversuche heute nicht verfügbar. Die Entwicklung hilfreicher Medikamente wird maßgeblich in der Zellkultur möglich sein, zentral wichtige Wirkungs- und Nebenwirkungs-Prüfungen werden hingegen Tierversuche erfordern“, erklärt Clemens Schmitt, Krebsforscher an der Linzer JKU.

Medizinische Erfolge
Seit Wochen wird über den Sinn beziehungsweise über die Notwendigkeit von Tierversuchen diskutiert. Vor allem die Gegner machten in letzter Zeit, unter anderem mit einem riesigen Plakat über der Mühlkreisautobahn, lautstark auf sich aufmerksam. Die 13 Lehrstuhlinhaber der Medizinischen Fakultät schließen Tierversuche nicht gänzlich aus, sehen vor allem die medizinischen Erfolge in der Vergangenheit als Bestätigung.

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Allerdings sollen Experimente an Tieren auf das absolut notwendige Minimum beschränkt werden.

Jens Meier (Anästhesie)

Nutzen für Mensch und Gesellschaft
Ein klares Nein zu Tierversuchen gibt es, wenn adäquate alternative Methoden zur Verfügung stehen oder kein klarer Nutzen für Mensch und Gesellschaft feststellbar ist. „Diese durch eine Tier-Ethikkommission überwachten und auf ein Minimum reduzierten Versuche an Tieren sind das Fundament des Vertrauens, das wir heutzutage in zugelassene Behandlungen in der Medizin legen dürfen“, so Matthias Bolz (Augenheilkunde).

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Samstag, 11. Juli 2020
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