Der Dienstag war Tag zwei der „neuen Schulrealität“ in Tirol. Und wie gestaltet sich die Anreise? Sind die Öffis brechend voll? Beim Lokalaugenschein der „Krone“ sieht es (noch) nicht danach aus.
Am Terminal in Innsbruck, wo sich am frühen Morgen normalerweise unzählige Menschen tummeln, stehen am Dienstag um 7.30 Uhr eine Handvoll Schüler an der Haltestelle. Die Schultaschen hängen an den Rücken, die Masken einsatzbereit am Kinn. Das Gewusel von früher – es scheint von gestern zu sein.
Auch die Regionalbusse, die aus Schwaz oder Telfs nach Innsbruck fahren, sind deutlich leerer als sonst. An der Haltestelle Finanzamt, von wo sich die Massen ansonsten in die Innenstadt verteilen, sieht man zehn, vielleicht 15 Personen pro Bus.
Der Abstand ist kein Problem, auch an die Maskenpflicht scheinen sich alle zu halten. Die 14-jährige Lena, die ins Gymnasium in der Au fährt, bestätigt den ersten Eindruck: „Die Busse sind viel leerer als sonst“, schildert die Schülerin.
Auch am Hauptbahnhof deutlich weniger los
Gegen 9 Uhr geht es mit der Tram in Richtung Hauptbahnhof, vereinzelt sitzen Fahrgäste in der Bahn. Der Großteil davon sind Pensionisten mit ihren Einkäufen.
Auch am Hauptbahnhof herrscht am Dienstagvormittag Leere. Ein Security erzählt zwar, dass die Frequentierung diese Woche etwas höher sei als letzte – vom Vollbetrieb ist man aber weit weg. Den leichten Anstieg bestätigt auch ein Sprecher der ÖBB.
Nur keine Öffis: Mit Rad und Auto zur Schule
Schauplatzwechsel: Vor dem Gymnasium Adolf-Pichler-Platz in Innsbruck springt ein Bub gerade aus dem Auto der Eltern. Das ist wohl die Strategie dieser Tage: hinbringen und abholen – die Öffis meiden. An manchen Schulen hat man für ältere Schüler, die schon selbst fahren können, extra Parkplätze eingerichtet. Viele der Jüngeren sind auf Rad und Roller umgestiegen.
Das bestätigt auch Martin Baltes, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe: „Die ersten zwei Tage liefen sehr gut“, sagt er. „Wir haben mehr Schülerbusse, gleichzeitig sind weniger Schüler unterwegs.“ Auch viele Arbeitgeber seien den Empfehlungen für flexiblere Arbeitszeiten gefolgt, um Stoßzeiten zu vermeiden. So käme es nur sehr vereinzelt zu vollen Bussen, sagt Baltes. Ähnliches Feedback vom Verkehrsverbund Tirol. Man beobachte die Situation aber weiter genau, heißt es von allen Seiten.









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