14.05.2020 22:25 |

2 ELN-Anführer tot

20 Tote bei Militärangriff auf Camp in Kolumbien

Bei einem ungewöhnlich heftigen Bombenangriff der kolumbianischen Luftwaffe auf ein Camp der Guerilla-Organisation Nationale Befreiungsarmee (ELN) sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern des Angriffs um die Gemeinde Montecristo seien zwei regionale Anführer des ELN, sagte der Innenminister des nördlichen Departments Bolívar, Carlos Feliz, im kolumbianischen Fernsehen. 

Die Regierung Kolumbiens hatte eine Art Kopfgeld von 150.000 Euro auf einen der beiden Anführer mit dem Namen „Mocho Tierra“ ausgesetzt. Er soll verantwortlich für Anschläge auf Militär und Polizei gewesen sein. Der ELN hatte zuletzt eine wegen der Corona-Krise ausgerufene vorübergehende einseitige Waffenruhe nicht über den 30. April hinaus verlängert.

Jahrzehntelanger bewaffneter Konflikt in Kolumbien
Kolumbien litt jahrzehntelang unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Die größte Rebellen-Organisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) hat inzwischen einen Friedensvertrag mit der Regierung geschlossen und die Waffen niederlegt.

Die Sicherheitslage in dem südamerikanischen Land hat sich seitdem verbessert. Die kleinere Guerillagruppe ELN kämpft aber noch immer gegen den Staat. Im Jänner 2019 starben bei einem ELN-Anschlag auf eine Polizeiakademie in Bogota 22 Menschen. Die Regierung brach die Friedensgespräche mit den Rebellen daraufhin ab.

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