13.05.2020 13:45 |

Gefälschte E-Mails

Mit „Steuerrückzahlung“ locken Gauner in die Falle

Die Masche ist nicht neu - aber immer wieder „erfolgreich“. Mit einer angeblichen Steuerrückzahlung, die fehlgeschlagen sei, versuchen Betrüger derzeit unter dem Deckmantel des Finanzministeriums Bankdaten ahnungsloser Internet-Nutzer zu ergaunern. Auch viele Tiroler werden mit den gefälschten Mails bombardiert.

Der Großteil der Täter lauert eindeutig im Internet! Wie ein Blick in die unlängst veröffentlichte Kriminalitätsstatistik zeigt, steigen die Betrügereien im World Wide Web weiter an. Und auch während der Corona-Krise nutzen Internet-Gauner die Ungewissheit und Ängste viele Menschen schamlos aus.

1850 Euro werden in der Fake-Mail versprochen
Doch Cyberkriminelle gehen auch mit „alten“ Tricks auf Beutejagd. „Das Finanzministerium will Ihnen Steuern zurückzahlen und braucht nur noch Ihre Kontaktdaten.“ Die Nachricht, die derzeit auch zahlreichen Tirolerinnen und Tirolern in die E-Mail-Postfächer flattert, klingt in der Tat verlockend. „Immerhin werden 1850 Euro versprochen“, erklärt ein „Krone“-Leser aus Innsbruck, der zum Glück misstrauisch wurde und die Nachricht löschte. Denn hinter der gefälschten Absenderadresse des Bundesministeriums für Finanzen – kurz BMF – verbergen sich leider hinterlistige Betrüger.

Anruf, nachdem Opfer „angebissen“ haben
„Der Aufforderung sollte man auf keinen Fall Folge leisten, da Informationen des BMF grundsätzlich in Form von Bescheiden per Post oder über die Finanz-Online-Databox zugestellt werden“, warnt das Ministerium selbst vor den sogenannten „Phishing-Attacken“. Der Link im E-Mail mit dem Betreff „Ihre Steuerrückzahlung“ führt auf eine gefälschte Webseite im Stil von Finanz-Online, die den User zur Angabe von persönlichen Daten und Kontoinformationen auffordert. Was dann passiert, wissen mittlerweile einige, die den Betrügern auf den Leim gegangen sind. Nachdem die Daten auf der gefälschten Webseite eingetragen sind, werden die Internetnutzer von einem vermeintlichen Mitarbeiter des Finanzamtes angerufen, der ihnen diverse Codes zu entlocken versucht. Kurze Zeit nach dem Telefonat bemerken die Betrogenen schließlich, dass mehrere Tausend Euro auf ihrem Konto fehlen.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass beim Anklicken des Links Schadsoftware unbemerkt auf den PC gelangen könnten. Der einzig wirksame Schutz, um nicht Opfer der Gauner zu werden: Dubiose Mails sofort löschen!

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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