Dramatischer Trend

Statistik zeigt: Mehr Unfälle mit Alkolenkern

Oberösterreich
30.04.2020 17:00
Das Positive vorweg: In den vergangenen zehn Jahren kam es in OÖ zu einem Rückgang der Anzahl getöteter Personen im Straßenverkehr, auch weniger Kinder wurden bei Verkehrsunfällen verletzt. Dafür stieg die Zahl der Alkolenker dramatisch an.

Die gestern veröffentlichten Zahlen von Statistik Austria zum Thema Straßenverkehrsunfälle 2019 bringen interessante Details ans Tageslicht. Während sich in Oberösterreich die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle stark verringert hat, dürfte offenbar die Hemmschwelle, sich betrunken hinter das Lenkrad eines Pkw zu setzen, immer mehr sinken.

Im Bundesländervergleich auf Platz 2
Insgesamt 6400 Unfälle wurden im vergangenen Jahr auf Oberösterreichs Straßen protokolliert. Im Bundesländervergleich platziert man sich damit hinter Niederösterreich (6995 Unfälle) auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Steiermark (5265). Erfreulich ist der Rückgang bei den verletzten und getöteten Personen im Straßenverkehr. Vor allem die Anzahl der verletzten Kinder nahm in den vergangenen Jahren in unserem Bundesland kontinuierlich ab. So wenige wie 2019 waren es in den vergangenen zehn Jahren nie. Umso bedenklicher ist der Anstieg bei den Alkolenkern.

(Bild: Honorar)

Höchster Wert seit 2013
Im Vorjahr waren an 6,8 Prozent aller Unfälle alkoholisierte Personen beteiligt, 560 Verkehrsteilnehmer wurden dabei verletzt. Das ist der höchste Wert seit 2013, damals waren es sogar 629 Verletzte. Den traurigen Spitzenwert an Todesopfern bei Alkounfällen gab es 2018 mit elf heimischen Opfern, im Vorjahr waren es drei.

Der Wagen kam in Adlwang von der Straße ab und schleuderte 90 Meter über eine Wiese, zwei Jugendliche starben. (Bild: FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)
Der Wagen kam in Adlwang von der Straße ab und schleuderte 90 Meter über eine Wiese, zwei Jugendliche starben.

182 Verletzte pro Tag
Statistisch gesehen war österreichweit im vergangenen Jahr der Juni im Straßenverkehr der schlimmste Monat. Man verzeichnete dort 182 Verletzte und knapp zwei Tote pro Tag. Fußgänger lebten im November (13 Tote) und Dezember (9 Tote) besonders gefährlich.

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