Wahre Powerfrau

Nach Koma und Amputation: Wienerin zurück im Leben

Daniela aus Wien ist der Inbegriff einer Powerfrau. Plötzlich aus ihrem normalen Alltag gerissen - rein in einen OP-Marathon inklusive dreiwöchigem Koma und schweren Folgen - blieb sie stark und macht anderen Menschen mit ihrer Geschichte nun Mut. City4U erzählt die unglaubliche Story einer Wienerin, die dem Tod den Rücken zugekehrt hat.

Vor drei Jahren begann die lange (Leidens-) Geschichte von Daniela aus Wien. Im Juni 2017 fuhr sie mit Unterbauchschmerzen ins Krankenhaus. Es stellte sich heraus, dass der Eileiter verdreht und ein operativer Eingriff nötig war - die junge Frau musste sofort in den OP. Zu dieser Zeit befand sie sich gerade in der Ausbildung zur Krankenschwester.

Einige Zeit später hatte sie erneut Schmerzen und kam ins Spital. Dort wurde sie wieder operiert. Nach einem weiteren CT wurde herausgefunden, dass Daniela einen Darmdurchbruch hatte und sie wurde nochmals in den OP geschoben. Für Daniela das gefühlt tausendste Mal. Als sie aufwachte, hatte sie einen künstlichen Darmausgang, Stoma genannt. „Ich war am Boden zerstört. Ich versuchte, normal zu leben, musste aber die Krankenschwesternschule abbrechen. Es war alles andere als leicht“, erinnert sich Daniela.

Sechs Monate später war es soweit: Daniela bereitete sich auf die OP vor, in der das Stoma entfernt werden sollte. „Nach der Operation wachte ich aber wieder mit einem Stoma auf“, so die 25-Jährige. Große Einschnitte und Klammern prägten ihren Bauch. Auch nach einer weiteren Operation gab es Komplikationen und Daniela bekam das gerade entfernte Stoma wieder.

Unzähligen Operationen folgte schließlich ein Darmverschluss und ein dreiwöchiges Koma mit nur 40-prozentiger Überlebenschance. Eine unglaublich harte Zeit voller Ungewissheit für die Familie. Nach dem Aufwachen war die Wienerin zehn Kilo leichter und Teile ihrer Zehen waren abgestorben, aber sie überlebte. Gemeinsam mit ihrem Partner versuchte Daniela nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt und Amputation der abgestorbenen Zehen, wieder in ihr Leben hineinzufinden.

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„Vor allem die Unterstützung und der Zuspruch von Freunden und Familie hat mir geholfen. Auch ich war oft an dem Punkt, aufgeben zu wollen. Beim dritten Stoma sagte ich zu meiner Mutter ‘Bitte, lass mich sterben‘, aber meine Mutter hat immer gesagt, man gibt nur einen Brief auf.“

Daniela Kastner

Mittlerweile hat die 25-Jährige ihren Alltag wieder aufgenommen und sich ins Leben zurückgekämpft. Die Ausbildung zur Krankenschwestern hat sie ebenfalls wieder begonnen und beweist, dass unsagbarer Ehrgeiz in ihr steckt. Um anderen Mut zu machen, hat Daniela nun ein Video veröffentlicht, das ihre gesamte Krankengeschichte inklusive ihrer Fotos enthält. Sie dankt damit ihren Mitmenschen, die sie in der schweren Zeit unterstützt haben und gibt allen Zusehern Kraft, gesundheitliche Probleme zu überstehen. City4U hat das Video für euch:

Persönliches Kommentar der Redakteurin.

In einem redaktionellen Beitrag ist es zwar unüblich, dass sich die Redakteurin persönlich zu Wort meldet, aber auch diese Geschichte ist unüblich und ich (die hier schreibende Redakteurin Vanessa Licht) kenne Daniela persönlich. Es ist mir ein Anliegen, der Story eine herzliche Note zu verleihen. Ich kenne Dani schon lange, da ich auch mit ihrer Schwester befreundet bin und wir früher den Club Couture in Wien unsicher gemacht haben. Sie war immer eine von denen, die cool drauf sind, Selbstbewusstsein ausstrahlen und ihren Weg gehen. Leider hat sich der Spruch „Die stärksten Menschen bekommen die härtesten Prüfungen“ in meinem Umfeld schon sehr oft bewahrheitet. So auch bei Dani. Ich kenne keine Frau, die so selbstbewusst mit einem künstlichen Darmausgang umgegangen wäre, wie sie, denn als ich sie in dieser Zeit traf, war ich beeindruckt, mit welcher Stärke sie das hinnahm. Dani erklärte alles, zeigte ihr „Täschchen“ und erzählte mir auf mein Nachfragen mit solch einer Selbstverständlichkeit genau, was es ist - sie versteckte sich keine Sekunde. Es war - und ist auch jetzt noch - bewundernswert. Kaum jemand hätte so viele Operationen, ein Koma und amputierte Zehen so hingenommen wie sie. Ich bewundere Danis Lebensgeist und ziehe den Hut vor dieser Powerfrau, die nach allem ihre Ausbildung wieder aufgenommen hat, um zukünftig Menschen im Gesundheitsbereich zu helfen. Liebe Dani, du bist ein Wahnsinn und ich bin stolz auf dich!

Auf diesem Bild sieht man Daniela ( 2.v.r.) auf der Babyparty ihrer Schwester. Wer ihre Geschichte nicht kennt, würde sie hier als ganz normales, gesundes Mädchen auf einem Gruppenfoto sehen. 

April 2020

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Vanessa Licht
Vanessa Licht
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