Skype-Interview

Anna Gasser: Die Schwester als Trainingsrettung

Snowboard-Olympiasiegerin Anna Gasser erzählte der „Krone“, wie sie sich fit hält und warum sie ein schlechtes Gewissen quält. Das Skype-Interview mit Michael Fally sehen Sie hier im Video (oben).

Stillhalten kann sie nicht, unsere Olympiasiegerin und zweifache Sportlerin des Jahres. Weshalb Snowboarderin Anna Gasser auch in der Coronazeit ziemlich Gas gibt. Ob auf dem Mountainbike, dem Hometrainer oder auf ihrer traumhaften Terrasse mit Blick über den Millstätter See. Dort übt sich die 28-Jährige an spektakulären Kunststücken mit ihrer Schwester Eva, EM-Dritte in der Sportakrobatik: „Es sieht gefährlicher aus, als es ist. Wir sind ein eingespieltes Team, und ich vertraue Eva blind“, so die Freestylerin, die in der wichtigsten Trainingszeit des Jahres bislang auf Schnee verzichten muss: „Ungewohnt. Normalerweise feilen wir im April und im Mai an neuen Tricks. Ich hoffe, dass wir nächsten Monat so wie die Skifahrer wieder am Berg trainieren dürfen.“

„Ziemlich schlechtes Gewissen“
Vorerst genießt die Kärntnerin aber die Zeit mit ihrer Familie und Freund Clemens Millauer, ebenfalls Snowboard-Profi. Obwohl es während der Beschränkungsmaßnahmen daheim zu einem Zwischenfall kam. Als Anna ihren Papa auf dem Balkon eine Übung auf dem Balancebrett versuchen ließ: „Er ist leider gestürzt und hat sich dabei an der Schulter verletzt. Ich habe noch immer ein ziemlich schlechtes Gewissen deshalb.“

Verletzung auskuriert
Auch die Olympiasiegerin laborierte zuletzt an einer leichten Knieverletzung, die sie sich just am letzten Tag, bevor die Skigebiete schließen mussten, zugezogen hatte. „Ich hätte also sowieso eine Zeit lang pausieren müssen. Jetzt geht’s wieder.“ Sorgen macht sich die Millstätterin über die nächste Saison, in der auch die Olympiaqualifikation steigt: „Man kann überhaupt nichts planen. Dabei habe ich mir noch so viel vorgenommen!“

Anja Richter, Kronen Zeitung

Michael Fally
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