23.04.2020 06:49 |

Versorgung gesichert

Corona-Krise bringt Verluste für Krankenkassen

Alleine im März verzeichneten die österreichischen Sozialversicherungsträger ein Minus von 887 Millionen Euro bei Beitragseinnahmen - 168,6 Millionen davon in der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Begründet wird dies mit der drastisch gestiegenen Arbeitslosigkeit sowie der Stundungen von Beitragszahlungen von Unternehmen aufgrund der Corona-Krise. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis sind noch unklar, die Versorgung der Versicherten sei aber laut ÖGK-Obmann gewährleistet.

Die Corona-Krise hinterlässt auch in der Sozialversicherung ein großes finanzielles Loch. Die drastisch gestiegene Arbeitslosigkeit sowie die verzugszinsenfreien Stundungen von Beitragszahlungen für Unternehmen haben den Sozialversicherungsträgern bei den Beitragseinnahmen allein im März ein Minus von 887 Millionen Euro beschert. Davon entfallen 168,61 Millionen Euro auf die ÖGK, der Rest auf alle anderen Träger.

Inzwischen wieder positive Entwicklungen
Alleine in der zweiten Märzhälfte verbuchte man um 5,69 Prozent (rund 180.000 Menschen) weniger versicherte Erwerbstätige als im März 2019. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Arbeitslosen in entsprechendem Ausmaß. Dennoch sieht die ÖGK aber schon „erste positive Signale“, weil seit der Ankündigung der Maßnahmen-Lockerungen ein Zuwachs an pflichtversicherten Erwerbstätigen von rund 16.000 Personen registriert worden sei. Die ÖGK begrüßt auch die Möglichkeit zur Kurzarbeit und ersucht die Unternehmen ausdrücklich, davon Gebrauch zu machen.

Erwarteter Bilanzverlust wird sich vergrößern
Welche Auswirkungen die Krise auf das zu erwartende Jahresergebnis der ÖGK haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Laut der im Februar veröffentlichen Gebarungsvorschau hatte die ÖGK bereits damals mit einem Bilanzverlust von 175,3 Millionen Euro für heuer gerechnet, der bis zum Jahr 2024 auf insgesamt 544 Millionen Euro steigen sollte. Aufgrund der Krise sei aber jetzt mit deutlich schlechteren Zahlen zu rechnen. ÖGK-Obmann Matthias Krenn betonte aber, dass die Versorgung der Versicherten gewährleistet sei.

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