20.04.2020 19:41 |

Umweltschützer erfreut

Gericht lässt Klimaklage gegen Arktisbohrungen zu

Umweltschützer haben den Beschluss des obersten norwegischen Gerichts begrüßt, ihre Klage gegen neue Ölbohrungen in der arktischen Barentssee anzuhören. Der Gerichtshof in Oslo hatte am Montag mitgeteilt, die eingereichte Berufung zu prüfen. Hinter dieser stehen Greenpeace, die norwegische Umweltschutzorganisation Natur & Jugend sowie zwei Unterstützergruppen.

Vor zwei norwegischen Gerichten waren sie zuvor mit Klagen gescheitert. „Wir glauben, dass der norwegische Staat zur Rechenschaft gezogen werden muss und die Öllizenzen als ungültig gewertet werden müssen“, erklärte der Leiter von Greenpeace Norwegen, Frode Pleym.

Greta Thunberg unterstützt die Klage
Die Umweltgruppen werfen Norwegen vor, mit der Zulassung von Bohrungen in der Barentssee an 13 Unternehmen das Klimaschutzabkommen von Paris verletzt zu haben. Zudem habe Norwegen sein Grundgesetz verletzt, das den künftigen Generationen eine gesunde und sichere Umwelt garantiere. Laut Greenpeace wird die Klage auch von Umweltaktivistin Greta Thunberg unterstützt. Ihre Stiftung habe umgerechnet rund 25.000 Euro für die Gerichtskosten gespendet.

Umweltschützer hoffen auf Präsedenzfall
Norwegen hatte 2016 erstmals seit 20 Jahren neue Ölbohrungen gestattet - laut Angaben von Greenpeace fast zeitgleich mit seiner Ratifizierung des Weltklimaabkommens. Die Umweltschützer erhoffen sich von dem Verfahren einen Präzedenzfall für künftige Klimaklagen. Ein Termin für die Anhörung vor dem Gerichtshof wurde noch nicht angesetzt.

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