17.04.2020 17:56 |

Mika über Papas Tod

Shiffrin traurig: „Er sah nicht mehr aus wie er“

Ski-Queen Mikaela Shiffrin spricht in einem CNN-Interview ungewohnt offen und emotional über den Tod ihres Vaters - und wie sie versucht, den schweren Verlust zu verkraften. 

Geholfen hat der 25-jährigen Doppel-Olympiasiegerin laut eigenen Angaben dabei vor allem, dass sie ihren Vater Jeff kurz vor dessen überraschenden Unfalltod noch einmal sehen durfte. „Ich war sehr dankbar, dass ich eine Chance bekam, ihn in diesen letzten Momenten zu sehen“, gesteht Shiffrin mit Tränen in den Augen. „Er sah nicht mehr aus wie er selber. Aber ich konnte ihn immer noch spüren.“

Schwere Kopfverletzung
Shiffrins 65-jähriger Vater Jeff hatte sich Anfang Februar bei einem Unfall eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Noch am selben Tag flogen Mikaela und ihre Mutter Eileen, die ihre Tochter bei den Rennen stets begleitet, in die USA. Die Amerikanerin legte daraufhin eine mehrwöchige Trauer-Pause ein. Zum ersten Mal seit 2016 blieb Mika deshalb ohne eine Weltcup-Kristallkugel. Sie habe den Tod ihres Vaters noch nicht verarbeitet, sagte sie damals. „Vielleicht werde ich das auch gar nie.“

„Geist wandert“
Die Corona-Qurantäne macht die Sache für den sympathischen Slalom-Superstar nun nicht gerade leichter. Shiffrin: „Direkt bevor ich einschlafe, fängt mein Geist an zu wandern. Ich verliere den Fokus. Es beginnt damit, dass ich alle möglichen Erinnerungen an ihn abrufe, die jüngsten Erinnerungen, alles mögliche. Das sind die härtesten Momente, oder zumindest die traurigsten.“

Das CNN-Interview gab Shiffrin in ihrem Haus in Colorado. „Es ist wichtig, jetzt zu Hause zu sein“, so Mika in dieser schwierigen Zeit. Denn hier fühle sie sich ihrem Vater doch noch etwas näher. „Mein Vater hat viel Zeit in diesem Haus verbracht und war Teil des Grundes, warum ich dieses Haus tatsächlich gekauft habe“, erinnert sich Shiffrin. „Er hatte es auf dem Markt gesehen und hat es überprüft, bevor ich überhaupt davon wusste.“ 

Comeback in Sölden?
Doch denkt die Weltcup-Dominatorin auch noch an das Skifahren? Ja! „Ich denke, man könnte sagen, dass meine Motivation in vielerlei Hinsicht zunimmt“, so die US-Amerikanerin. „Ich warte auf Sölden im nächsten Jahr auf das erste Rennen der Saison, um zu sagen: ‘Los geht‘s, hier möchte ich sein. Hier wollte mein Vater, dass ich bin. ‘Ich freue mich darauf ... sobald ich all diese anderen Dinge herausgefunden habe “, sagte sie.

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