U21-Talent im Talk

Malicsek: „Teamchef brachte Namen durcheinander“

Am Donnerstag hätten sich Lukas Malicsek (20) und seine U21-Nationalteamkollegen mit Lieblingsnachbar Deutschland duelliert. Aufgrund des Coronavirus und der daraus resultierenden Spielpause fiel der Testspielhit von Österreichs Zukunftshoffnungen jedoch ins Wasser. Im Interview mit sportkrone.at spricht Malicsek, Admira-Jungstar derzeit an den SV Horn verliehen, über ein Duell mit Englands Top-Talent, Körpergrößen in der Verteidigung und Kommunikationsprobleme mit U21-Teamchef Werner Gregoritsch. Zudem verrät er, wie er mit der Corona-Krise umgeht.

sportkrone.at: Lukas, die Corona-Krise geht an keinem spurlos vorbei. Wie gehst du mit der Spielpause um?
Lukas Malicsek: „Ich trainiere ein- bis zweimal am Tag und halte mich so fit.“

Seit der U17 gehörst du dem österreichischen Nationalteam an, hast seitdem jeden Jahrgang durchlaufen. Was für einen Stellenwert hat es für dich, das rot-weiß-rote Trikot zu tragen?
Man misst sich mit den besten Spielern in Europa und auf der ganzen Welt. Es ist eine große Ehre, für Österreich auflaufen zu dürfen, ganz klar.

In der laufenden EM-Qualifikation hast du dich ja bereits mit Top-Talenten duelliert …
Die Duelle mit den Engländern Phil Foden (Manchester City, Anm. d. Red.: Guardiola nannte ihn den „talentiertesten Spieler, den ich je gesehen habe“) und Callum Hudson-Odio (FC Chelsea), das war eine unglaubliche Erfahrung.

Hudson-Odio war ein direkter Gegenspieler von dir. Wie schwer war es, ihn zu stoppen?
Zuerst habe ich mir gedacht, ich spiele ein bisschen abwartend. Aber beim ersten Sprint habe ich gesehen, ich muss ihn früher stören. Brutal schnell, guter Schuss - der hat einfach alles, ein bärenstarker Spieler!

Im U21-Team bist du hauptsächlich als Rechtsverteidiger im Einsatz - und das obwohl du beim SV Horn hauptsächlich als Innenverteidiger agierst.
Bei Horn spiele ich lieber Innenverteidiger, weil da kann ich das Spiel aufbauen. Im Nationalteam habe ich eigentlich immer Rechtsverteidiger gespielt. Es passt so, wie es ist (lacht).

Bei der Admira warst du auch teilweise im Mittelfeld im Einsatz …
Im Mittelfeld, in der Außenverteidigung, in der Innenverteidigung - da habe ich eigentlich überall gespielt. Ich glaube, das ist für mich ein großer Vorteil, dass ich in der Defensive universell einsatzbar bin.

Für einen Innenverteidiger bist du nicht der Allergrößte (1,82 Meter). Ein großer Nachteil für dich - vor allem wenn man an das Kopfballspiel denkt?
Das kann schon sein, aber wenn man jetzt nach England blickt, bei Burnley spielt Ben Mee, der 1,80 Meter groß ist. Zusammen mit seinem Innenverteidiger-Kollegen hat er die beste Zweikampfquote in der Liga. Fabio Cannavaro ist mit seinen 1,76 Meter auch Weltfußballer geworden.

Mit Werner Gregoritsch hast du einen erfahrenen ÖFB-Coach, der schon acht Jahre lang die U21 betreut. Was zeichnet ihn aus?
Er ist ein unglaublicher Motivator, schenkt den Spielern sehr viel Vertrauen. Deswegen ist er auch so erfolgreich.

Beim ersten Lehrgang kam es zu Kommunikationsproblemen …
Ja, er hat die Namen durcheinandergebracht (lacht). Verständlich, wenn du jedes Jahr einen völlig neuen Kader als Trainer zur Verfügung hast.

Mario Drexler
Mario Drexler
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Freitag, 26. Februar 2021
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