28.07.2010 14:55 |

Zumba oder Boxen

Animateure sollen auf Plätzen zum Sporteln bewegen

Bewegungsmuffel sollten im August die öffentlichen Plätze der Bundeshauptstadt meiden. Denn der Wiener Arbeiter-, Turn- und Sportverein (WAT) startet am Sonntag seine Aktion "Sport.Platz Wien", bei der an den 31 Tagen des Monats an jeweils einem anderen Standort in der Stadt eine neue Sportart gemeinsam mit den Anwesenden ausgeübt wird. Dazu stehen professionelle Trainer und Animateure bereit, die Passanten zum Mitmachen bewegen sollen.

In China und den USA sei die Praxis des gemeinschaftlichen Sportelns weit verbreitet, versicherte WAT-Vizepräsidentin Anja Richter am Mittwoch bei der Präsentation des Vorhabens. Gestartet wird täglich um 18 Uhr, wobei das eigentliche Sportprogramm lediglich eine Stunde dauert. Allerdings sind die Animateure bereits zwei Stunden vor Beginn anwesend, um die Menschen für sich zu gewinnen. So wird am Gaudenzdorfer Gürtel in Meidling Boxen unterrichtet, im Bruno-Kreisky-Park Latin Fit, im Allerheiligenpark das Work-out Zumba und in der Großfeldsiedlung rücken unter dem Titel "Bauch-Bein-Po" die Problemzonen ins Blickfeld. "Man braucht jedenfalls kein Sportgewand", beruhigte Richter.

"Ein Fünftel der Wiener sind echte Couchpotatoes"
Die Abschlussveranstaltung unter dem Titel "Dynamic Cool Down" findet am 31. August vor dem Hochstrahlbrunnen statt. Dort wird - wie bei fünf weiteren Einheiten - Choreograph Alamande Belfor mit von der Partie sein, der mit "Austria's Next Topmodel" an die Öffentlichkeit trat. Dieses Mal steht nicht die Schönheit im Vordergrund, sondern die aktivsten Wiener werden gesucht, weshalb Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung im Museumsquartier am 1. August einen Stempelpass erhalten. Am Schluss wird abgerechnet und diejenigen mit den meisten Eintragungen erhalten eine kleine Belohnung.

Ziel der Veranstaltung ist gewissermaßen, die Menschen dort abzuholen, wo viele sind: Unsportlich und zu Hause. "Ein Fünftel der Wiener sind echte Couchpotatoes und machen gar nichts", erinnerte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SP) an Umfragen. Immerhin die Hälfte sei jedoch auf gutem Weg und betreibe in der Woche mehr als vier Stunden zumindest leichte Bewegung. Auch Jugendstadtrat Christian Oxonitsch (SP) befürwortet die Aktion im öffentlichen Raum. Schließlich sei die Hemmschwelle, in einen Verein zu gehen, für viele zu hoch.

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