21.03.2020 13:17 |

Aktuelle Lage

Bereits fast 400 Steirer mit Coronavirus infiziert

Am Samstag wurde in der Steiermark der nächste Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt: Eine 83-jährige Oststeirerin starb im LKH Graz West. In Leoben gibt der Tod eines Italieners Rätsel auf. Die Zahl der positiv Getesteten liegt in der Steiermark bereits bei 393 (Samstag, 21 Uhr). Das LKH Hartberg geht am Montag wieder „ans Netz“. Verfolgen Sie hier aktuelle Meldungen zur Corona-Krise.

21 Uhr: Die Zahl der positiven Covid-19-Fälle in der Steiermark ist auf 393 angestiegen (Samstag, 21 Uhr), damit sind es 43 Fälle mehr als noch am gestrigen Freitag.

17.20 Uhr: In der Steiermark kamen am Samstag bis 17 Uhr weitere 39 bestätigte Coronavirus-Fälle dazu. Damit sind insgesamt bereits 389 Menschen mit dem Erreger infiziert. Aufregung herrschte in Leoben: Bei einem Studentenwohnkomplex wurde ein 38-jähriger Italiener tot gefunden. Eine Coronainfektion kann nicht ausgeschlossen werden.

16.35 Uhr: Nachdem am Donnerstag das Covid-19-Virus bei drei Amtsärztinnen festgestellt wurde, sind auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, Stellvertreter Mario Eustacchio und Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer auf Corona getestet worden - das Ergebnis war jeweils negativ. Am Samstag hat die Landeshauptstadt noch einmal die Maßnahmen für öffentliche Plätze verschärft - Spiel- und Bezirkssportplätze bleiben geschlossen, Park- und Grünanlagen dürfen nur zum (einzelnen) Spazierengehen genutzt werden. Polizei und Ordnungswache kontrollieren.

15.30 Uhr: „Bitte bis auf weiteres sämtliche Masken nach dem Gebrauch nicht entsorgen, sondern verpacken und zurückgeben!“ - dieser Appell geht momentan an alle steirischen Polizeibeamten.  Man wolle versuchen, die Schutzmasken wiederaufzubereiten, sprich wieder steril und gebrauchsfähig zu machen, hieß es Seitens der Landespolizeidirektion Steiermark.

Natürlich seien grundsätzlich noch genügend Masken vorhanden, es werde aber für die Zukunft nach technischen Möglichkeiten gesucht, die gebrauchten wiederzuverwerten, damit auch weiterhin ausreichend Schutzmasken zur Verfügung stehen. Gute Idee.

15.10 Uhr: Eine gute Nachricht für die 48 Beschäftigten im Grazer Parkhotel. Wie Chef Philipp Florian am Samstag mitteilte, wird kein einziger von ihnen gekündigt. Stattdessen nimmt er das Modell der Kurzarbeit in Anspruch: „Unsere Branche stand bis zuletzt vor der Situation eine Fachkräftemangels, das sollten wir gerade in Zeiten wie diesen nicht vergessen.“

14.45 Uhr: Kein Liedtitel passt wohl besser zu unserer aktuellen Lage als „Dahoam“. Die Lauser aus der Steiermark besingen darin die Schönheit Österreichs. Bandchef Andreas Hinker: „Die neue Nummer soll als kleiner Seelenbalsam in den schwierigen Zeiten auf unsere Landsleute wirken. Für viele sind ja die notwendigen Einschränkung ganz und gar nicht einfach - und so wollen wir mit diesem Lied auch ein bissl Hoffnung geben, daran erinnern, dass Dahoam eigentlich etwas Wunderschönes ist!“

11.30 Uhr: Bundesweit wurden die öffentlichen Bibliotheken geschlossen. „Speziell in dieser herausfordernden Zeit ist es mir aber ein besonderes Anliegen, das Menschen die Möglichkeit haben, gedanklich Ablenkung vom Alltag zu finden. Es freut mich, dass wir nach Rücksprache mit allen Vertragspartnerinnen und -partnern und in Zusammenarbeit mit dem Lesezentrum Steiermark die digitale Bibliothek des Landes Steiermark ab sofort allen Steirerinnen und Steirern zur Verfügung stellen können″, erklärt Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß. 

DigiBib Steiermark ist eine seit September 2016 vom Land Steiermark betriebene digitale Medienplattform, die bisher den Kunden von öffentlichen Bibliotheken vorbehalten war. Ihr Bestand (eBooks, Zeitschriften und Zeitungen, Hörbücher, Videos) umfasst aktuell rund 45.000 Medien; diese können via Download von zu Hause aus genutzt werden. Bei Interesse wird um eine Anmeldung per Mail - mit Angabe des Namens und der Wohnsitzgemeinde an das Lesezentrum Steiermark unter digibib-stmk@lesezentrum.at gebeten.

10.35 Uhr: Der steirische Anlagenbauer und Technologiekonzern Andritz reduziert aufgrund der konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise womöglich die Arbeitszeit für seine Beschäftigten. „Ja, wir haben für die rund 3800 Mitarbeiter in Österreich Kurzarbeit angemeldet“, sagte Andritz-Sprecher Michael Buchbauer dem „Standard“ (Wochenendausgabe). Dies sei aber nur als Vorsichtsmaßnahme geschehen, um möglicherweise kommende Auslastungsschwankungen abfedern zu können, so der Sprecher.

9.20 Uhr: Das Ronald McDonald-Haus nahe der Kinderklinik in Graz ist weiterhin geöffnet. Familien können so nah ihrer schwer kranken Kinder leben, ersparen sich Hotelkosten und weite Anfahrtswege. „Wir versuchen gemeinsam Ruhe zu bewahren und unsere schon immer sehr hohen Hygienestandards im Haus noch höher zu schrauben“, so die Grazer Hausleiterin Nina Reiter.

8.10 Uhr: Nur noch wenige Fahrgäste nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, daher werden die Fahrpläne in der Steiermark ausgedünnt. Das betrifft auch die Landesbahnen, die ab Montag wie an schulfreien Tagen unterwegs sind. Im Zugverkehr werden einzelne Züge entfallen (etwa zwischen Weiz und Gleisdorf), auch einzelne Direktverbindungen von/nach Graz sind davon betroffen. Nähere Infos bei den Landesbahnen.

7.00 Uhr: Seit heute ist die telefonische Beratung des Kriseninterventionsteams des Landes Steiermark für Menschen, die sich krankheitsbedingt wegen des Corona-Virus in Quarantäne befinden oder einer Risikogruppe (zum Beispiel ältere Menschen mit Vorerkrankungen) angehören, ausgeweitet. Die Mitarbeiter stehen unter der Hotline 0800/500 154 täglich von 9 bis 21 Uhr für Gespräche zur Verfügung.

„Wir nehmen uns Zeit, hören zu und gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen ein. Wir sorgen dafür, dass die Menschen, je nach Fragestellungen bei Bedarf an die richtige Stelle weitervermittelt werden“, so Edwin Benko, der fachliche Leiter des Kriseninterventionsteams des Landes Steiermark.

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