Achtung, Neffentrick!

Betrüger machen sich Corona-Krise zunutze

Österreich
19.03.2020 12:49

Die Krise durch das Coronavirus in Österreich hat auch die Betrüger auf den Plan gerufen. Das Bundeskriminalamt und die Wiener Polizei berichteten von Vorgehensweisen, bei denen sich Kriminelle die Sorgen der Bevölkerung zunutze machen. Besondere ältere Menschen sollten in der nächsten Zeit aufpassen, so die Behörden.

So greifen die Täter auf den altbewährten Neffentrick zurück. Aber anstatt für den Unfall eines Verwandten Geld zu verlangen, wollen sie finanzielle Hilfe, weil ein Angehöriger mit SARS-CoV-2 infiziert sei. Auch würden Betrüger vorgeben, für Corona-Opfer Geld zu sammeln. Somit wollen sie sich Zutritt zu fremden Wohnungen verschaffen, was angesichts der Ausgangsbeschränkung sowieso keine gute Idee ist.

Auch Wunderheiler unterwegs
Es gab auch bereits Fälle von Angeboten vermeintlicher Naturheiler, die mit selbst hergestellten Präparaten eine Infizierung verhindern und sogar heilen könnten. Auch von angeblichen medizinischen Experten, die mit Mundhöhlenabstrichen eine Infizierung mit dem Coronavirus überprüfen können, wurde berichtet.

Elektronenmikroskopische Aufnahme des Coronavirus SARS-CoV-2 (gelb) (Bild: NIAID-RML)
Elektronenmikroskopische Aufnahme des Coronavirus SARS-CoV-2 (gelb)

Peron gut merken und Polizei verständigen
Wenn so etwas vorkommt, sollte man das Telefonat sofort abbrechen bzw. niemand Fremden ins Haus oder in die Wohnung lassen. Betroffene sollten versuchen, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen. Wenn es möglich ist, kann man auch ein Foto mit dem Handy machen. Gut wäre auch, wenn man sich Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines Täterfahrzeuges merkt. Bei Betrugsverdacht muss umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle gemacht werden.

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