14.03.2020 21:51 |

Coronavirus wütet

Immer mehr Todesanzeigen in der Provinz Bergamo

Die norditalienische Provinz Bergamo und ihre gleichnamige Hauptstadt sind von der Coronavirus-Seuche besonders stark betroffen. Aktuellen Zahlen zufolge wurden allein in dieser Provinz bis dato 2864 Personen positiv auf den Erreger getestet - und immer mehr von ihnen sterben daran, wie die enorme Anzahl von Todesanzeigen in der größten Lokalzeitung „L‘Eco di Bergamo“ eindrucksvoll zeigt.

In dem Blatt wurden vor dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie im Schnitt rund 20 Todesanzeigen pro Tag abgedruckt. Allein in der Freitag-Ausgabe waren es aber 138 an der Zahl (siehe Video unten), berichtet der Chefredakteur der „Dolomiten“ - der ältesten noch erscheinenden und meistgelesenen deutschsprachigen Tageszeitung in Südtirol -, Toni Ebner in einem Leitartikel. Das sei eine unvorstellbar hohe Zahl.

Erkrankte schaffen es nicht mehr in die Spitäler
Viele Covid-19-Opfer würden es gar nicht mehr bis in die Krankenhäuser schaffen, schreibt Ebner. „Die Statistiken zeigen uns nur die ,offiziellen‘ Corona-Opfer.“ Die Ärzte und das Pflegepersonal der Lombardei würden sich in unmenschlich langen Diensten und unter Gefahr für die eigene Gesundheit für die Patienten aufopfern, so der Journalist.

Schon 1000 Covid-19-Tote in der Lombardei
Trotz drakonischer Vorbeugungsmaßnahmen nimmt die Zahl der Toten weiterhin zu. Sie stieg seit Beginn der Epidemie auf 1441, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit. Die Infektionen kletterten um 2795 auf 17.750 Fälle. Mit 966 Todesopfern ist die Lombardei die am stärkste betroffen Region in Italien.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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