08.03.2020 09:17 |

Reisen werden abgesagt

Storno-Flut trifft auch Kärntner Bus-Branche

Existenzbedrohend könnte die Angst rund um das Coronavirus nun auch für einige Kärntner Reiseunternehmer werden. Während die wenigsten Kärntner auf Fernreisen verzichten, sind Busunternehmer, die nach Italien, Slowenien oder Kroatien fahren, mit einer Storno-Flut konfrontiert. Gebucht wird generell weniger.

„Es ist unglaublich! 60 Prozent unserer Reisen werden storniert“, klagt Gerhard Seiner. Die Mitarbeiter des Spittalers sind mit Bussen in ganz Österreich unterwegs, aber eben auch in Italien, Slowenien und Kroatien. Doch dank Corona wollen dort viele Kärntner nicht mehr hin. „Die Reisen sind teils im Juli. Ich verstehe nicht, warum Kroatien- oder Slowenien-Reisen storniert werden“, so Seiner. Bleibt der Trend, stehen in wenigen Wochen alle Busse still – und das nicht nur bei Gerhard Seiner.

Ähnlich sieht es bei Touristiker Martin Bacher aus. Busreisen nach Italien für die kommenden Monate? „Es gibt viele Stornos - aber vor allem wird auch nicht mehr gebucht!“ Firmenreisen nach Italien werden immerhin umgebucht. Bacher: „Dann geht es eben in die Steiermark und nicht nach Italien.“ Fernreisen betreffe die Storno-Flut hingegen weniger.

Vielen Busreise-Unternehmen in Kärnten könnte die Panik um das Virus nun sogar wirtschaftlich das Genick brechen. Bacher: „Die Kosten bleiben ja...“ Ein Bekenntnis des Bundes nicht nur – wie berichtet– Hoteliers, sondern auch Busunternehmer in der Krise zu unterstützen, wäre wünschenswert.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar
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