02.03.2020 13:00 |

Trend am Flughafen

Innsbruck: Weniger Flugzeuge, aber mehr Passagiere

Hochsaison herrscht derzeit am Innsbrucker Flughafen. Allein an den Samstagen werden 60 Maschinen und 18.000 Gäste abgefertigt.

Reges Treiben herrscht derzeit am Airport Innsbruck. Kein Wunder: Es ist Hauptsaison. „Im Schnitt fertigen wir pro Tag 16 Flugzeuge ab, an Spitzen-Samstagen im Winter sind es 60“, sagt Marco Pernetta, Geschäftsführer des Innsbrucker Flughafens, beim „Krone“-Lokalaugenschein. Es gibt aber auch Tage, an denen nur zwölf Flieger im Linien- und Charter-Flugverkehr abgewickelt werden. „An 300 Tagen ist es eher ruhig, das Geld verdienen wir an den restlichen 65 Tagen“, merkt Pernetta an.

Die meisten Gäste kommen aus England
Die meisten Gäste an den Spitzentagen kommen übrigens aus Großbritannien – nämlich 70 Prozent. Wird sich das mit dem Brexit ändern? „Nein“, sagt der Airport-Direktor, „derzeit hat das noch gar keine Auswirkungen. Die Flugpläne für den nächsten Winter stehen ebenfalls – es wird nicht weniger.“ Doch da England nicht bei „Schengen“ dabei ist, hat es schon bisher ganz normale „Grenzkontrollen“ gegeben – es bleibt also alles gleich! Hinter den Engländern folgen die Skandinavier, Holländer und Osteuropäer auf den Plätzen.

Eine Tonne Kerosin weniger pro Flug
Gefragt sind auch die regelmäßigen Flüge von St. Petersburg und Moskau nach Innsbruck. „Nicht bei der Masse, aber bei den wohlhabenden Russen“, verdeutlicht Pernetta. Auf diesen Flügen gibt es sogar eine Businessklasse. „Für diese Strecke wird übrigens der Airbus A 320 bzw. 321 Neos eingesetzt. Diese Maschine hat den großen Vorteil, dass sie auf der Strecke um eine Tonne weniger Kerosin verbraucht als andere Flieger“, ist Pernetta sichtlich stolz.

Am Tag unseres Lokalaugenscheins sind fast doppelt so viele Mitarbeiter wie an normalen Tagen im Einsatz. „Neben unseren fixen 165 Mitarbeitern kommen noch weitere 130 Saisonarbeiter dazu“, erklärt der Flughafen-Chef. Gestürmt wird an diesem Tag auch die Lounge – mit 34 Euro kann sich dort jeder temporär „einmieten“. Fast jeder zehnte Gast des Airports nutzt das Angebot.

12.000 Flugbewegungen pro Jahr in Innsbruck
Obwohl die Anzahl der Flugbewegungen im Linien- und Charter-Flugverkehr mit 12.000 seit Jahren konstant ist, gehen die Passagierzahlen ständig nach oben. „Das hängt damit zusammen, dass die Flieger größer werden. Die größten Maschinen, die in Innsbruck landen, haben Platz für 230 bis 240 Passagiere“, zeigt Direktor Pernetta auf.

Wobei größer nicht lauter bedeutet – ganz im Gegenteil, wie die „Propeller-Dashes“ zeigen. Die lauten Maschinen werden nun hingegen komplett ausgemustert.

Markus Gassler
Markus Gassler
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