25.01.2020 06:00 |

Grüne Hebein in Gruppe

Akademikerball-Demo: Nachspiel wegen Steinwurf?

Der Einsatz von 1600 Polizisten rund um den Akademikerball in der Wiener Hofburg verwandelte die Innenstadt Freitagabend in eine Hochsicherheitszone (siehe Video oben). Die Beamten sollten beim Heldenplatz die linken Demonstranten gegen rechte Ballgäste in Schach halten. Bis zur Balleröffnung verlief die Demonstration friedlich. Dann wurde von einer Barbesucherin ein „Steinwurf Richtung Polizei“ angezeigt.

Uniformierte kreisten Verdächtige ein. Mitten in der Demo-Gruppe: Wiens Vize-Bürgermeisterin Birgit Hebein. „Ich habe den Auslöser des Einsatzes nicht mitbekommen, verurteile aber Gewalt“, so die Grüne.

Rund 2500 Gäste - unter ihnen „Ibiza-Experte“ Johann Gudenus und Martin Sellner, Chef der „Identitären“ - kamen zum umstrittenen Akademikerball in der Wiener Hofburg.

Video: Gudenus bei Akademikerball

Omas“ und größeres Platzverbot
Um 17 Uhr setzte sich der Zug der Gegendemonstranten in Bewegung: Laut Polizei 1200 Teilnehmer der „Offensive gegen Rechts“ marschierten unter dem Motto „FPÖ-Burschiball blockieren“ von der Universität aus Richtung City. Begleitet wurden sie von den „Omas gegen Rechts“. Mit Trommelwirbel ging der Protestzug durch die Innenstadt. Bis zur Hofburg kam er aber nicht, da die Polizei ein Platzverbot erlassen hatte.

Hofer: „Steuern in eine Verbots- und Bestrafungsgesellschaft“
Im Ballsaal hielt FPÖ-Chef Norbert Hofer eine Rede bei der es um die Bedeutung des Begriffes Freiheit - von der Meinungs- über die Presse- bis zur Versammlungsfreiheit - ging.

Akademikerball: Hofer-Rede im Video

„Wir steuern in eine Verbots- und Bestrafungsgesellschaft, die den Menschen ein viel zu enges Korsett anlegt“, polterte der Blau-Politiker. Indes beobachtete Innenminister Karl Nehammer mit Polizeipräsident Pürstl in der Kommandozentrale den Protest.

Stefan Steinkogler, Christoph Matzl und Michael Pommer, Kronen Zeitung

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