14.01.2020 16:31 |

Ehepaar und Pflegerin

Feuerdrama: Drei Leichen in Brandruine gefunden

Nach dem Löschen des Flammeninfernos auf der Pack in der Steiermark war für die Einsatzkräfte die gefährliche Arbeit noch nicht beendet. Sie suchten die einsturzgefährdete Ruine ab. Am frühen Nachmittag wurde dann zunächst eine Leiche neben einem Rollator gefunden, wenig später dann zwei weitere. Es dürfte sich bei den Opfern wohl um ein Ehepaar (87 und 73 Jahre alt) und ihre ungarische Pflegerin (53) handeln.

Das nächtliche Drama auf der Pack macht betroffen: Das Gebäude mit einem Steinfundament und einem hölzernen ersten Stock begann nach 3 Uhr früh zu brennen. Ein Nachbar schlug Alarm, elf Feuerwehren mit fast 100 Personen rückten aus. Sie konnten ein Übergreifen der Funken auf Nachbarhäuser und den Wald verhindern, das betroffene Haus selbst brannte aber ab.

Für die vermissten Hausbewohner gebe es wenig Hoffnung, hieß es von Anfang an. Man habe alle Nachbarn befragt, in der Hoffnung, dass sich die Menschen dorthin gerettet haben könnten - leider vergeblich, so die Polizei. Auch der Hund des Paares tauchte nicht mehr auf.

Suche in Brandruine
Die Brandruine, in der am Vormittag noch immer Glutnester schwelten, konnte von den Einsatzkräften erst zur Mittagszeit betreten werden. Vorsichtig mussten sich Polizisten und Feuerwehrmänner durch die einsturzgefährdete Ruine tasten. Von der Feuerwehr wurden Stützen angebracht, um die Einsturzgefahr zu minimieren.

Drei Leichen entdeckt
Gegen 14.30 Uhr wurden die Überreste von zwei Menschen an zwei verschiedenen Orten im mit Trümmern, Asche und Schutt übersäten Haus entdeckt. Der Polizeihund „Hancock“ schlug dann an einer weiteren Stelle in der einsturzgefährdeten Ruine an - er hatte gegen 16 Uhr die sterblichen Überreste eines dritten Menschen entdeckt. Es dürfte sich bei den Opfern wohl um die Hausbewohner - das betagte Ehepaar - sowie um deren Pflegerin handeln. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde eine Obduktion der drei Leichname angeordnet.

Neben den Brandermittlern des Bezirks war auch die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes vor Ort, ebenso ein Drohnenpilot. Mit dessen Flugobjekt wolle man die Ruine aus der Luft erkunden. Ein Kranfahrzeug unterstützte die weiteren Arbeiten.

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