14.01.2020 09:48 |

Dramatischer Einsatz

Haus in Flammen: Drei Todesopfer befürchtet

In einem Einfamilienhaus im weststeirischen Pack ist in der Nacht auf Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Dabei dürften ein Ehepaar (87 und 73 Jahre alt), seine ungarische Pflegerin (53) und auch der Familienhund ums Leben gekommen sein. Das Holzhaus brannte vollständig ab, noch können die Einsatzkräfte nicht in das Gebäude.

Das Feuer brach kurz nach 3 Uhr aus. Ein Nachbar hörte das Knistern von Eternit-Platten und wählte den Notruf. Weil sich das Gebäude im Grenzgebiet zu Kärnten befindet, landete der Notruf in Klagenfurt. Von dort wurde die Packer Feuerwehr - ihr Rüsthaus befindet sich nur 150 Meter vom Brandort entfernt - alarmiert.

Elf Feuerwehren (acht aus der Steiermark und drei aus dem nahen Kärnten) mit insgesamt 96 Personen und 20 Fahrzeugen standen im Einsatz. Das Objekt - es stehen dort drei Häuser nebeneinander - befindet sich etwas oberhalb des Seewegs in einem großen Waldgebiet. Wegen Wassermangels wurde Abschnittsalarm ausgelöst, Wehren mit Tanklöschfahrzeugen wurden aus der Steiermark und Kärnten herbeigerufen. Eine große Gefahr war aufgrund des starken und eisigen Windes der Funkenflug, das Feuer drohte auf Nachbarhäuser und den angrenzenden Wald überzugreifen.

Feuerwehr konnte noch nicht in Haus vordringen
Im Haus wohnt ein älteres Ehepaar: Der Steirer ist 87 Jahre alt, seine Gattin 73 Jahre, sie soll seit einigen Jahren an Demenz leiden. Im ersten Stock war eine Pflegerin (53) aus Ungarn untergebracht. Man müsse laut Feuerwehr davon ausgehen, dass die drei Bewohner das Unglück nicht überlebt haben.

Bislang konnte noch nicht bestätigt werden, ob sich die drei tatsächlich im Haus befunden haben. Allerdings seien die drei Personen andernfalls wohl in der Umgebung zu finden gewesen, hieß es seitens der Einsatzkräfte.

Die Feuerwehr konnte wegen Trümmern und der enormen Hitze noch immer nicht in das Innere des Wohnhauses vordringen. Der Sohn des Ehepaares erreichte noch in den Nachtstunden das Haus seiner Eltern. Er wird von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Brandermittler des Landeskriminalamtes Steiermark sind mittlerweile vor Ort und haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Dafür kommt auch eine Drohne zum Einsatz, damit sich die Einsatzkräfte einen besseren Überblick verschaffen können.

Der starke Wind auf der Pack erschwert die Arbeit weiterhin. Die Feuerwehr konnte noch immer nicht alle Glutnester löschen.

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