Beim Handballspiel zwischen Füchse Berlin und Melsungen geriet in Deutschland das Sportliche ganz schnell zur Nebensache. Denn vor der Partie kam es zu dramatischen Szenen: Ein 64-jähriger Fan starb kurz nach dem Getränkekauf.
Sofort waren die Notärzte in der Berliner Max-Schmeling-Halle beim Mann, der nach dem Getränkeholen zusammengebrochen war. Laut „Bild“-Informationen versuchten sie über 45 Minuten lang, das Leben des Handball-Fans zu retten - vergeblich. „Leider hat unser langjähriger Füchse-Fan Wolfgang trotz sofortiger, medizinischer Hilfe nicht überlebt“, vermeldete Füchse-Präsident Frank Steffel die traurige Nachricht in der Halle. Nachsatz: „Ich habe gerade mit seiner Witwe gesprochen und sie bestätigte mir, Wolfgang hätte gewollt, dass das Spiel stattfindet. Die Füchse-Familie wird ihr jetzt helfen, ihr gehört unser ganzes Mitgefühl.“ Die Todesursache ist bisher völlig unklar.
Ich habe gerade mit seiner Witwe gesprochen und sie bestätigte mir, Wolfgang hätte gewollt, dass das Spiel stattfindet.
Frank Steffel
Mit über einer halben Stunde Verspätung wurde das Spiel dann angepfiffen. „Es war eine schwierige Entscheidung, diese Partie anzupfeifen. Wir haben uns gesagt, wir ziehen das jetzt durch, weil wir mitbekommen haben, dass die Witwe dieses Spiel stattfinden lassen wollte“, so Berlin-Star-Torwart Silvio Heinevetter. „Wir sind zwar Profisportler, aber wir sind keine Maschinen. Ich glaube, es hätte sich niemand beschwert, wenn diese Partie abgesagt worden wäre. So ein Fall geht natürlich vor und es hat uns alle stark mitgenommen“, sagte Melsungens Michael Allendorf.
Die Füchse gewannen das Spiel letztendlich mit 28:22. Doch der Sport geriet an diesem Abend zur Nebensache.








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