01.11.2019 13:02 |

Klage über Doppelmoral

„Verstörend“: FPÖ empört sich jetzt über SJ-Lieder

Die FPÖ versucht, in der Liederbuch-Affäre die Aufmerksamkeit auf andere zu lenken. Generalsekretär Christian Hafenecker empörte sich am Freitag über das „kommunistische Liedgut“ der Sozialistischen Jugend. So sei etwa das Lied „Wir schützen die Sowjetunion“ „schwer verstörend und ein Schlag ins Gesicht der Millionen Opfer des Kommunismus auf der ganzen Welt“.

„Während die FPÖ immer wieder mit Liederbüchern in Verbindung gebracht wird, für die sie nichts kann, vertreibt die SJ Tonträger mit kommunistischen Blutliedern in ihrem Onlineshop sogar selbst“, so Hafenecker. „Hier zeigt sich, mit welcher Doppelmoral die ultralinken Moralapostel tatsächlich arbeiten.“ Er forderte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner auf, „den antidemokratischen Kommunisten in ihrer Partei die Rote Karte zu zeigen“. Europa habe „lange genug unter diesem menschenverachtenden System gelitten“.

FPÖ macht Zanger die Mauer
Zuvor hatte die „Krone“ weitere widerliche Passagen aus dem NS-Liederbuch der schlagenden Schülerverbindung Pennales Corps Austria zu Knittelfeld veröffentlicht, der der steirische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Wolfgang Zanger angehört. Die Freiheitlichen sind schwer in Bedrängnis, trotz herber Kritik und zahlreicher Rücktrittsaufforderungen stellt sich die Partei allerdings weiterhin hinter Zanger, der ein Exemplar dieses Buches besitzt.

Verfassungsschutz ermittelt
Es geht um das Buch „Liederliche Lieder“ aus dem Jahr 2005, das die obersteirische Schülerverbindung von der Grazer Burschenschaft Cheruskia zum 125-Jahre-Jubiläum bekommen hat. Keines der insgesamt 114 Lieder ist als Parodie, Satire oder dergleichen gekennzeichnet. Auch handelt es sich bei den bereits bekannten nicht um die einzigen antisemitischen, NS-verherrlichenden und rassistischen Passagen in dem Buch. Auch der Verfassungsschutz des Landes Steiermark ermittelt nun in der Causa.

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