20.10.2019 06:00 |

Neue Aufregung

Kostet das Leitspital mehr als 250 Millionen Euro?

In Sachen Leitspital Liezen werden jetzt Nägel mit (Bohr-)Köpfen gemacht. Diese Woche fuhren Bagger in Stainach auf, um Boden-Schürfungen vorzunehmen. Gleichzeitig verstärken die Freiheitlichen den Druck auf das Gesundheitsressort - sie befürchten nach einer Anfrage eine Kostenexplosion.

Seit die „Steirerkrone“ im Sommer die drohende Kostenexplosion beim Liezener Leit-Krankenhaus aufgedeckt hat, ist politisch Feuer am Dach. Zuletzt ist sogar die SPÖ vom umstrittenen Spitalsprojekt abgerückt.

Gilt die Kostengarantie?
Am kritischsten ist und bleibt aber die FPÖ, die via Anfrage an Gesundheitslandesrat Christopher Drexler die geplanten Kosten „abklopfen“ wollte. Seine Beantwortungen - sie liegen auch der „Krone“ vor - machen die Blauen hellhörig. Bemerkenswert ist nämlich, dass der ÖVP-Politiker von „ca. 250 Millionen Euro“ spricht, obwohl er (und Finanzlandesrat Anton Lang) eine Garantie für den Maximalbetrag von einer Viertelmilliarde abgegeben haben.

Außerdem scheinen in Drexlers Aufzählungen wesentliche Kostenfaktoren nicht auf: So finden sich keine konkreten Schätzungen zur Spitalseinrichtung, Pacht, infrastrukturellen Erschließung, zu Hochwasserschutz-Maßnahmen und allfälliger Altlasten-Sanierung.

„Es bestätigt sich, wovor wir gewarnt haben“
FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek hält die Anfragebeantwortung daher für eine Farce: „Es bestätigt sich, wovor wir seit Bekanntwerden der Pläne stets gewarnt haben. Die Errichtung der Zentralklinik wird sämtliche Kostenrahmen sprengen!“

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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