Nachdem der Greischbergerhof in Neumarkt am Samstag in Brand geriet, ist der Grund für das Feuer noch immer unklar. Ein Gutachter war am Montag vor Ort. Brandmittelbeschleuniger oder eingeschaltetes Licht können laut dem Sachverständigen mittlerweile als Ursache für den Brand ausgeschlossen werden.
„Unsere Spürhunde haben nicht angeschlagen“, sagt Sachverständiger Walter Kittl. Chemische Brandmittelbeschleuniger waren laut Kittl daher beim Feuer am Greischbergerhof nicht involviert. Der Gutachter ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft.
Der Bauernhof im Neumarkter Ortsteil Pfongau, der über Ferienwohnungen und eine Gastwirtschaft verfügt, war Samstagnacht in Brand geraten. Das Heu in der Tenne des Hofes hatte kurz nach 23 Uhr Feuer gefangen. 150 Feuerwehrmänner aus Neumarkt und der Umgebung waren vor Ort. Sie konnten zwar Schlimmeres verhindern, dennoch müssen der Stall und das alte Bauernhaus abgerissen werden. Der Schaden für die Familie von Anton Greischberger, Obmann des Neumarkter Tourismusverbandes, beträgt 400.000 Euro.
Licht als Ursache kommt laut Kittl nicht mehr in Frage. Ein Elektriker habe festgestellt, dass der Lichtschalter in der Tenne ausgeschalten gewesen sei.
Drei mögliche Ursachen kommen noch in Frage
Laut ihm gibt es noch drei mögliche Ursachen, die man nun Schritt für Schritt im Ausschließungsverfahren prüfen will. „Entweder ein Kurzschluss im Elektroverteiler, eine Selbstentzündung des Heues oder eine externe Ursache“, sagt Kittl. Wenn ein Kurzschluss oder eine Selbstentzündung des Heus ausgeschlossen werden können, gehe es einzig allein um die Fahrlässigkeitsfrage, so der Gutachter.
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