12.10.2019 08:40 |

Häufig Shitstorm

Hass im Netz betrifft auch steirische Bergrettung

Die Saison geht los, da kommt das Symposium zur rechten Zeit: Am heutigen Samstag (ab 9 Uhr) wird im Arbeiterkammersaal in Graz gefachsimpelt, steht doch die dritte Auflage der Lawinen-Fachtagung am Programm. Dabei wird den Einsatzkräften im Umgang mit sozialen Netzwerken besonders ins Gewissen geredet.

44 Todesopfer gab es letztes Jahr in den steirischen Bergen zu beklagen, in den Jahren davor waren es um die 30. Auch für die Bergretter selbst ist der Anblick der Leichen oft nur schwer zu verdauen. „Der harte Mann war früher, mittlerweile haben wir das Kriseninterventionsteam immer schon bei solchen Einsätzen parat. Es gibt immer wieder Kollegen, vor allem jüngere, die dann Hilfe brauchen, oft nicht schlafen können“, weiß Stefan Schröck.

Der Landesleiter-Stellvertreter der Bergrettung Steiermark wird bei dem Symposium heute auch am Podium stehen, dabei hinterfragt er eigene Medienberichte. „Hierbei geht es nicht darum, was die Medien letztlich schreiben, sondern darum, was wir zuvor über das soziale Netzwerk kommunizieren“, so Schröck.

„Intern aufpassen“
Denn: Allzu oft enden unbedachte Meldungen der Bergretter in einem regelrechten „Shitstorm“ bei den Kommentaren. Schröck: „Wird geschrieben, dass wir Ausländer bergen, dann sind das oftmals gleich Touristen, die sich am Berg nicht auskennen. Dass jemand schlecht ausgerüstet ist, dürfen wir auch nicht schreiben. Denn klar ist: Die zu Rettenden sind keine Verbrecher, daher müssen wir intern gewaltig aufpassen.“

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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