08.10.2019 07:55 |

Nach Gewaltattacken

Viele Taxler wollen nicht mehr hinters Steuer

Drohungen, Überfälle, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen: Dutzende Attacken hielten heimische Taxifahrer in den vergangenen Monaten auf Trab. Fazit: Mitarbeiter wollen nicht mehr hinters Steuer, einige Taxler legten sogar ihr Gewerbe aus Angst nieder. Eine neue Kampagne soll für mehr Sicherheit sorgen.

Die Gewaltbereitschaft steigt österreichweit, in Kärnten spüren das viele Taxifahrer am eigenen Leib. „So viele Vorfälle wie heuer gab es schon lange nicht“, beklagt Christian Rumpelnig. Der Klagenfurter ist Taxiunternehmer und Sprecher bei der Wirtschaftskammer. Um seine und die Dienste seiner Kollegen sicherer zu gestalten, soll vermehrt Aufklärung in der Branche stattfinden: „Viele trauen sich nach Angriffen nicht mehr hinters Steuer - soweit darf es einfach nicht kommen.“

Gemeinsam mit der Opferschutz-Organisation „Weißer Ring“ wird Betroffenen kostenlos und unbürokratisch geholfen - bis zur Prozessbegleitung. Rumpelnig: „Gerade kleine Unternehmen können an einem langwierigen Prozess zu Grunde gehen.“ Betriebshelfer springen ein. Wichtig wäre es, so Rumpelnig, in Videoüberwachung zu investieren. Beantragt man als Unternehmer für sein Taxi bei der Datenschutzkommission eine Genehmigung, darf der Innenraum gefilmt werden. 72 Stunden lang wird eine Aufnahme gespeichert und im Ernstfall von der Polizei ausgelesen.

Österreichweit ist die Gewalt in Taxis übrigens eher saisonabhängig. „Gerade in der Weihnachtszeit merken wir einen Anstieg“, bestätigt Bundessprecher Erwin Leitner.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar
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