Alte Postzentrale

St. Pölten will Parkplätze bauen, doch Post ziert sich

Niederösterreich
21.05.2010 18:55
Um das alte Postzentrum in St. Pölten gibt es derzeit viel Wirbel. Stadt, Land und ÖBB wollen anstelle des Plattenbaus neben dem Bahnhof (Bild) ein Parkhaus für Pendlerautos errichten. Doch die Postchefs schieben die Verkaufsentscheidung hinaus. Jetzt platzt SP-Bürgermeister Matthias Stadler der Kragen: „Wir brauchen endlich ein Ja oder Nein!“

Der Umbau des Bahnhofs der Landeshauptstadt macht Fortschritte, ebenso der Ausbau der Westbahn zur Hochleistungsstrecke. „Nur bei der Schaffung zusätzlicher Autoabstellplätze geht nichts weiter“, ärgert sich Stadler. Dabei sind diese dringend nötig. „Die bisherige Park-and-ride-Anlage ist bereits jetzt überlastet. Nutzen noch mehr Pendler die Bahn, brauchen wir ein weiteres Parkhaus“, betont der Stadtchef. 

Mit ÖBB und Land ist man sich einig, dass die alte Postzentrale der ideale Standort dafür sei. Allerdings, der Postfuchs ziert sich. Stadler: „Wir brauchen bis zum Sommer eine Zusage, ob das Gebäude verkauft wird.“ Steht dieses Areal nicht für neue Parkplätze zur Verfügung, müsse man mit dem Projekt auf die Nordseite des Bahnhofs ausweichen. 

„Diese Entscheidung muss rasch fallen. Es darf keine weiteren Verzögerungen auf Kosten der Pendler geben“, fordert der Bürgermeister. Und bringt noch einen  Seitenhieb an: „Neben dem neuen Bahnhof wird das alte Postamt ohnehin ein Schandfleck sein“ Matthias Stadler 

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung 

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