17.09.2019 17:10 |

Almbauern überzeugt:

Der Wolf ist nach wie vor im Großarler Tal

Die Geschädigten im Großarler Tal in Salzburg warten darauf, dass die BH St. Johann endlich eine Entscheidung trifft. Die Almbauern drängen auf einen Abschuss eines Wolfes. Seit der Wolf Anfang September ein Rind riss, herrscht Alarmstimmung. Die Bauern sind sich sicher: Der Wolf ist da, weil die Herdentiere sehr nervös sind.

Anfang September hat ein Wolf im Großarler Tal erstmals ein Rind angegriffen und getötet. Das legen die Bissspuren am Kehlkopf des 260 Kilogramm schweren und 14 Monate alten Jungtieres nahe, so Wolfsbeauftragter Hubert Stock. Zuvor hatte der Wolf auf derselben Alm im Juli bereits 24 Schafe gerissen, nur wenige Tage darauf fiel dem Raubtier am drei Kilometer entfernten Gamskarkogel auf Gasteiner Seite ein weiteres Schaf zum Opfer.

Silvester Gfrerer, Pongaus Bezirksbauernbund-Obmann und einer der drei betroffenen Landwirte der Großarler Tofernalm: „Der Wolf hat bei uns im Tal bereits großen Schaden angerichtet. Ein Abschuss noch vor dem Winter wäre wichtig, bevor er sich hier endgültig niederlässt und dann über das Wild an den Futterkrippen herfällt.“

Zäune bringen nichts
Neue, bestätigte Risse durch den Wolf gibt es derzeit nicht, aber, so Gfrerer: „Das Verhalten der Tiere ist anders, das fällt den Bauern auf. Die Herdentiere sind nervöser als sonst, das spricht für die Anwesenheit des Wolfes.“ Gemeinsam mit dem Naturschutzbund hat man das Almgebiet inspiziert, alle waren sich einig: Herdenschutzmaßnahmen wie Zäune scheiden wegen des weitläufigen Areals aus, einzige Maßnahme zum Schutz von Schafen und Rindern ist ein Abschuss des Wolfes.

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