13.09.2019 08:45 |

Großübung

„Protection19“: Gemeinsam gegen den Terror

Bereits seit 2015 stehen Polizisten und Soldaten in Kärnten Seite an Seite an den Landesgrenzen im Einsatz. Diese Kooperation wurde nun durch die Großübung „Protection 19“ nicht nur vertieft: Die beiden Einsatzorganisationen probten nämlich den Ernstfall bei einer Terrorbedrohung und optimierten die Abläufe.

„Geplante Terroranschläge auf sensible Einrichtungen in Kärnten waren das zentrale Szenario dieser Übung“, erklärt Kärntens Militärkommandant Walter Gitschthaler: „Dieses Szenario zählt zwar nicht zu den Kernaufgaben des Heeres, es ist jedoch eines, das in Zukunft am ehesten zu befürchten sein könnte.“ Auch bei der Übung leisteten die Soldaten – wie aktuell an der Grenze – sicherheitspolizeiliche Assistenz und unterstützten die Polizeibeamten.

Für die Übung, an der rund 50 Polizisten und 100 aktive Soldaten mitwirkten, wurden 800 Milizsoldaten einberufen. Ein Kärntner Hauptmann, der beruflich in Malaysia arbeitet, reiste dafür sogar eigens in seine Heimat an. „Ohne dieses Engagement sowie die Disziplin und die Motivation aller Milizsoldaten wären eine derartige Übung sowie ein Ernstfall kaum zu bewältigen“, ergänzt der Miliz-Kommandant des Jägerbataillons Kärnten, Mario Mikosch.

Die Militärs machen jedoch auf die desaströse budgetäre Situation des Heeres aufmerksam: „Wir sind nur noch zum Teil einsatzbereit“, sagt Gitschthaler. Durch die Übung konnten Landespolizeidirektion Kärnten und Militärkommando wichtige Abläufe im Falle einer Terrorbedrohung auf Kärntner Boden optimieren.

„Es gab viele Arbeitsprozesse die sehr gut gelaufen sind, aber es konnten auch Defizite ausgemacht werden. Diese gilt es nun im Rahmen einer Evaluierung anzusprechen und zu minimieren“, ergänzt Kärntens Landespolizeidrirektorin Michaela Kohlweiß.

Alex Schwab
Alex Schwab
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Schwere Verbrennungen
Schlafenden Ehemann mit heißem Öl übergossen
Niederösterreich
Danny da Costa
Hütter-Schützling verklagt Mutter wegen Trikots
Fußball International
Von Coach Nagelsmann
Entwarnung bei Laimer: „Nichts Dramatisches“
Fußball International
Top-Banker als Mörder?
Mord in Edlitz: Tiefer Fall des „Herrn Direktor“
Niederösterreich
Nach Auftaktniederlage
Ancelotti tröstet Klopp: „Dann gewinnst du die CL“
Fußball International
Öffentlich oder Privat
Ihre Erfahrungen am täglichen Arbeitsweg
Community

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter